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Schwarzer Tee

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Wie entsteht ein schwarzer Tee?

Nach dem Pflücken werden die frischen Teeblätter beim Welken in Körben oder Welkbehältern gut belüftet. Anschließend werden sie gerollt, um ätherische Öle freizusetzen und die Zellwände aufzubrechen. Bei der folgenden Fermentation mit feuchtwarmer Luft entfalten sich die Öle, und das typische Aroma des Schwarztees entsteht. Die Temperatur sollte konstant bei 30 °C liegen, da sonst die Teeblätter entweder einen verbrannten Geschmack annehmen oder die Fermentation abgebrochen wird. Sobald die Blätter eine kupferrote Farbe und einen typischen Geruch angenommen haben, kann das Fermentieren beendet werden. Danach werden die Blätter etwa 20 Minuten bei 85 °C getrocknet, um die Inhaltsstoffe und den Geschmack des schwarzen Tees zu konservieren. Am Ende sortiert eine Maschine die fertigen, dunklen Teeblätter nach ihrer Größe und trennt sie in Blatt-Tees, Broken-Teas, Fannings und Dust. Die gesamte Dauer vom Welken bis zum Trocknen kann je nach Art und Qualität des schwarzen Tees und der eingesetzten Maschinen viele Stunden bis zu einem Tag dauern. Bei dieser Prozedur verlieren die schwarzen Teeblätter einen Großteil der enthaltenen Catechine, welche im Zuge der Fermentation zu Theaflavinen reagieren. In unserem Tee Shop erhalten Sie Schwarze Teesorten aus allen wichtigen Anbaugebieten: Darjeeling, Assam, China, Ceylon, Kenia, Japan

Ausführliche Informationen zu Schwarzer Tee
Wie entsteht ein schwarzer Tee? Nach dem Pflücken werden die frischen Teeblätter beim Welken in Körben oder Welkbehältern gut belüftet. Anschließend werden sie gerollt, um ätherische Öle... mehr erfahren »
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Wie entsteht ein schwarzer Tee?

Nach dem Pflücken werden die frischen Teeblätter beim Welken in Körben oder Welkbehältern gut belüftet. Anschließend werden sie gerollt, um ätherische Öle freizusetzen und die Zellwände aufzubrechen. Bei der folgenden Fermentation mit feuchtwarmer Luft entfalten sich die Öle, und das typische Aroma des Schwarztees entsteht. Die Temperatur sollte konstant bei 30 °C liegen, da sonst die Teeblätter entweder einen verbrannten Geschmack annehmen oder die Fermentation abgebrochen wird. Sobald die Blätter eine kupferrote Farbe und einen typischen Geruch angenommen haben, kann das Fermentieren beendet werden. Danach werden die Blätter etwa 20 Minuten bei 85 °C getrocknet, um die Inhaltsstoffe und den Geschmack des schwarzen Tees zu konservieren. Am Ende sortiert eine Maschine die fertigen, dunklen Teeblätter nach ihrer Größe und trennt sie in Blatt-Tees, Broken-Teas, Fannings und Dust. Die gesamte Dauer vom Welken bis zum Trocknen kann je nach Art und Qualität des schwarzen Tees und der eingesetzten Maschinen viele Stunden bis zu einem Tag dauern. Bei dieser Prozedur verlieren die schwarzen Teeblätter einen Großteil der enthaltenen Catechine, welche im Zuge der Fermentation zu Theaflavinen reagieren. In unserem Tee Shop erhalten Sie Schwarze Teesorten aus allen wichtigen Anbaugebieten: Darjeeling, Assam, China, Ceylon, Kenia, Japan

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Schwarzer Tee: Black Beauty im BecherSchwarzer_Tee_web

So mild kann bitter sein: Wer Schwarztee richtig zu handhaben weiß, findet nicht nur seine persönliche Lieblingsversion des Klassikers, sondern erlebt eine feine geschmackliche Bitterkeit, die mit herber Strenge nichts zu tun hat. Genießen Sie die volle Schönheit des Schwarztees. Ebenso wie in seinem Ursprungsland China ist Schwarzer Tee auch hierzulande eine der beliebtesten Teesorten. Nur in der Namensgebung sind sich Europäer und Chinesen nicht ganz einig. Während wir unser Lieblingsgetränk eindeutig als "schwarz" bezeichnen ist Schwarztee im fernöstlichen Raum lediglich unter dem Begriff Roter Tee oder Rottee bekannt. Recht haben damit irgendwie beide Parteien. Betrachtet man nämlich die Färbung des fertigen Teegetränks, schimmert das Wasser in einem satten Kupferrot, was durchaus die Bezeichnung Rot-Tee nahelegt. Schaut man sich hingegen die Farbe der Teeblätter an, ist wohl eher Schwarz die richtige Bezeichnung. Wie dem auch sei: Geliebt und genossen wird schwarzer wie roter Tee gleichermaßen.

Eine Pflanze = Vier Teesorten

Und um das Farbspiel perfekt zu machen, kommt übrigens auch noch der Grüne und der Weiße Tee mit ins Spiel. Denn was die Wenigsten wissen: Schwarzer (oder Roter) Tee wird aus ein und derselben Teepflanze gewonnen, wie Weißer und Grüner Tee. Der Unterschied von Schwarzem Tee zu seinem grünen und weißen Kollegen liegt lediglich in der Art der Herstellung. Anders als die anderen Sorten, unterliegt der Schwarztee dem Produktionsschritt der Fermentation (oder auch Oxidation genannt). Je nach Anbaugebiet der Teepflanze, kann der Schwarztee dann noch in einzelne Sorten unterschieden werden. Zu den bekanntesten Schwarzteesorten zählen der kräftig-würzige Assam, der eher mild-liebliche Darjeeling sowie der fruchtige Ceylon.

Schwarzer Tee: So wird er hergestellt

Der gesamte Herstellungsprozess von Schwarztee durchläuft dabei fünf Schritte. Wegen der geringen Haltbarkeit frischer Teeblätter müssen all diese Schritte direkt vor Ort auf der Teeplantage vorgenommen werden. Zunächst werden die Blätter gepflückt. Da jeweils nur die zwei obersten Blätter samt einer Knospe pro Ast verwendet werden dürfen, geschieht dieser Schritt in mühevoller Handarbeit. Im Anschluss werdend die Teeblätter gewelkt und gerollt. Durch das Rollen wird die Oberfläche der Blätter leicht aufgerissen, so dass die wertvollen ätherischen Öle freigesetzt werden. Nun kommt es zur Fermentation. Hierbei werden den Blättern Wärme, Feuchtigkeit und Sauerstoff zugegeben. Entscheidend für das Gelingen der Fermentation ist vor allem die Temperatur des Teeblatts. Während das Blatt zu Beginn des Prozesses eine Temperatur von etwa 22 Grad hat, steigt diese später rasch an und darf einen Wert von 29 Grad nicht überschreiten. Um diesen Zeitpunkt nicht zu verpassen wird in Abständen von circa zehn Minuten eine exakte Temperaturmessung durchgeführt. Durch den Prozess der Oxidation erhalten die Teeblätter ihre „schwarze“ Färbung und mit ihr das typische Schwarzteearoma. Um selbiges zu konservieren, werden die Blätter im Anschluss getrocknet und sind nun bereit zum Genuss.

Schwarzer Tee in bunten Mischungen

Selbiger ist übrigens facettenreicher, als man vielleicht zunächst meinen mag. Zwar ist allen Schwarzteesorten dieser herbe, Tannin-haltige Geschmack gemein, abhängig von der Sorte verfeinern sich die Aromen jedoch in unzählige Variationen. Je nach Erntezeitpunkt und Anbaugebiet variieren die Geschmäcker von nussig über blumig bis hin zu malzigen und sehr herben Komponenten. Eine noch größere Vielfalt im Geschmack wird erreicht, indem dem Schwarztee gezielte Aromen beigegegen werden. Die bekannteste Version des aromatisierten Schwarztees ist wohl der Earl Grey Tee, der durch einen Schuss Bergamottöl seine typische Zitrus-Note erhält. Auch die Beimischung von getrockneten Früchten, wie etwa Kirschen, Äpfeln und Orangen oder Gewürzen, wie Vanille oder Zimt, wird unter Schwarzteefreunden immer beliebter. Neu und besonders im Trend Schwarztee-Mischungen mit sehr ausgefallenen Beigaben wie Gurken, Nougat oder sogar Popcorn. Auch getrocknete Blüten, wie Jasmin, Rose oder Hawaiiblüten werden dem schwarzen Tee beigegeben und geben ihm eine ganz besondere Note. Die Experimentierfreude scheint hierbei immer größer zu werden, so dass sich Teefreunde in den nächsten Jahren gewiss auf immer neue Aromen-Explosionen freuen dürfen.

Darf es etwas dazu sein?

Die Gretchenfrage stellen sich Teefreunde hingegen bei der Entscheidung, wie sie ihr Lieblingsgetränk am besten genießen sollen. Pur? Oder mit Beigaben wie Honig, Milch oder Zitrone verfeinert? In Großbritannien gibt man beispielsweise traditionell einen Schuss Milch in das schwarze Heißgetränk. Die in der Milch enthaltenen Fette binden nämlich die Bitterstoffe des Tees und lassen ihn so geschmacklich milder werden. Doch was den Gaumen hier so milde stimmt, wurde von Forschern bisher etwas kritischer gesehen. Man fand nämlich heraus, dass durch die Beigabe von Milch zwar der bittere Geschmack gemildert, gleichzeitig aber auch die antioxidative Wirkung der Bitterstoffe geschmälert wird. Milch-Liebhabern ist dieser Umstand jedoch egal, sie mögen einfach den milden Geschmack ihrer Schwarztee-Variation. Einige geben sogar noch einen Schuss Zitronensaft und etwas Honig hinzu, um den Geschmack noch frischer und lieblicher werden zu lassen. Eine ganz eigene Version der Schwarztee-Zubereitung haben übrigens die Ostfriesen. Sie gießen starken Schwarztee über ein großes Stück Kandis und geben zum Schluss einen Tropfen Sahne auf das Ganze. Jetzt darf der Tee auf keinen Fall umgerührt werden, denn erst soll sich der Geschmack der cremigen Sahne mit dem herben Tee mischen, um im Anschluss mit der Süße des Zuckers abgerundet zu werden. So ist es für den ostfriesischen Gaumen perfekt.

Schwarzer Tee: So gelingt er

Unabhängig davon, wie man seine Lieblingsversion des schwarzen Tees mischt, gilt es bei der Zubereitung dennoch ein paar Grundregeln zu beachten. Die Faustformel für die Dosierung ist: Zwei Gramm (entspricht etwa einem Teelöffel) pro Tasse. Beim Übergießen sollte das (möglichst kalkfreie) Wasser nicht mehr kochen und etwa auf 90 Grad herab gekühlt sein. Eine Ziehzeit von zwei bis drei Minuten ist ideal. Beim Second Flash, also beim zweiten Aufgießen, darf das Wasser etwas heißer und die Ziehzeit etwas länger (circa drei bis vier Minuten) sein. Je länger der Tee zieht, desto bitterer schmeckt er. Keinesfalls sollte man abgekühlten Schwarztee nochmals aufbrühen; das Ergebnis schmeckt viel zu bitter.

Koffein: Nicht unterschätzen

Dass Schwarztee Koffein enthält ist inzwischen wohl kein Geheimnis mehr. Was Viele dabei nicht wissen: Während Kaffee etwa 130 mg Koffein pro Tasse enthält, sind es beim schwarzen Tee lediglich 50 mg. Doch anders als beim Kaffee ist das Koffein (früher Teein genannt) an die enthaltenen Gerbstoffe gebunden. Diese Verbindungen müssen sich erst lösen, ehe das Koffein freigesetzt wird. Damit spürt man die anregende Wirkung des Koffeins beim Schwarztee nicht sofort, sondern erst nach und nach, aber dafür langanhaltender. Beim Genuss von Schwarztee sollte dieser Umstand keinesfalls unterschätzt werden.

Aroma vor Wirkung: Der Genuss zählt!

Was die weitere gesundheitliche Wirkung von Schwarztee angeht scheiden sich die Geister – und auch die Wissenschaftler. So gibt es unzählige Studien, die den Tee auf verschiedene Wirkungen, z.B. auf die Darmaktivität, Linderung von Kopfschmerzen und Vielem mehr untersucht haben. Eindeutige Ergebnisse bleiben bis heute jedoch leider offen. Entweder sind die festgestellten Auswirkungen denkbar gering oder die Studienergebnisse sind sogar widersprüchlich zueinander. Einheitlich nachgewiesen ist – bis auf seine Koffeinhaltigkeit – bisher wohl nur der gute Geschmack von Schwarztee. Und echten Teeliebhabern genügt diese Erkenntnis voll und ganz. Was gut schmeckt, kann schließlich auch nur gut tun. Genießen Sie Ihre schwarze Schönheit in der Tasse. Ohne Bedenken, aber dafür vielleicht mit Milch oder Zitrone!

Schwarzer Tee – die richtige Zubereitung

Schwarzen Tee richtig zubereiten ist eigentlich leicht und dennoch machen viele kleine Fehler die den Teegenuß trüben. Die Auswahl den richtigen Wasser ebenso entscheidend wie Teemenge und Ziehzeit. Verwenden Sie am besten stilles Mineralwasser oder gefiltertes Wasser da in vielen Regionen der Kalkgehalt im Wasser einen unschönen Film auf dem Tee hinterlässt und den Geschmack beeinträchtigt. Für schwarzen Tee empfehlen wir Metall-, Kunststoff oder Glasfilter zu verwenden wo der Tee sich frei entfalten kann da die Papier- und Baumwollfilter einiges des Teearomas zurückhalten. Verwenden Sie 1 gehäuften Teelöffel pro 0,25 Liter Tasse (bei normaler Blattgröße von 1-2 cm Blattgröße und bei Broken Tees ca. nur einen halben Teelöffel). Bringen Sie das Wasser zum kochen und lassen es vor dem überbrühen nochmal kurz 30 Sekunden stehen. So ist die optimale Brühtemperatur von 95 Grad erreicht. Geben Sie dem schwarzen Tee 3 Minuten Ziehzeit. Es gibt natürlich schwarze Teesorten bei den diese Zubereitung nicht zutrifft. In diesem Fall ist bei speziellen Sorten ein gesonderter Zubereitungshinweis auf der Verpackung. Eine wichtige Empfehlung lautet: Ändern Sie nur die Teemenge wenn Ihnen der Geschmack noch nicht zusagt und nicht die Ziehzeit. Tipps: kräftige Schwarztee Sorten wie Assam, Sumatra und Nepal Tee können Sie auch gut mit Zitrone, Milch oder etwas Rum genießen während leichte Sorten wie Darjeeling, Sikkim, Nilgiri und Ceylontees am besten pur oder mit etwas Kandis schmecken.

Schwarzer Tee: Black Beauty im Becher So mild kann bitter sein: Wer Schwarztee richtig zu handhaben weiß, findet nicht nur seine persönliche Lieblingsversion des Klassikers, sondern erlebt eine... mehr erfahren »
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Schwarzer Tee: Black Beauty im BecherSchwarzer_Tee_web

So mild kann bitter sein: Wer Schwarztee richtig zu handhaben weiß, findet nicht nur seine persönliche Lieblingsversion des Klassikers, sondern erlebt eine feine geschmackliche Bitterkeit, die mit herber Strenge nichts zu tun hat. Genießen Sie die volle Schönheit des Schwarztees. Ebenso wie in seinem Ursprungsland China ist Schwarzer Tee auch hierzulande eine der beliebtesten Teesorten. Nur in der Namensgebung sind sich Europäer und Chinesen nicht ganz einig. Während wir unser Lieblingsgetränk eindeutig als "schwarz" bezeichnen ist Schwarztee im fernöstlichen Raum lediglich unter dem Begriff Roter Tee oder Rottee bekannt. Recht haben damit irgendwie beide Parteien. Betrachtet man nämlich die Färbung des fertigen Teegetränks, schimmert das Wasser in einem satten Kupferrot, was durchaus die Bezeichnung Rot-Tee nahelegt. Schaut man sich hingegen die Farbe der Teeblätter an, ist wohl eher Schwarz die richtige Bezeichnung. Wie dem auch sei: Geliebt und genossen wird schwarzer wie roter Tee gleichermaßen.

Eine Pflanze = Vier Teesorten

Und um das Farbspiel perfekt zu machen, kommt übrigens auch noch der Grüne und der Weiße Tee mit ins Spiel. Denn was die Wenigsten wissen: Schwarzer (oder Roter) Tee wird aus ein und derselben Teepflanze gewonnen, wie Weißer und Grüner Tee. Der Unterschied von Schwarzem Tee zu seinem grünen und weißen Kollegen liegt lediglich in der Art der Herstellung. Anders als die anderen Sorten, unterliegt der Schwarztee dem Produktionsschritt der Fermentation (oder auch Oxidation genannt). Je nach Anbaugebiet der Teepflanze, kann der Schwarztee dann noch in einzelne Sorten unterschieden werden. Zu den bekanntesten Schwarzteesorten zählen der kräftig-würzige Assam, der eher mild-liebliche Darjeeling sowie der fruchtige Ceylon.

Schwarzer Tee: So wird er hergestellt

Der gesamte Herstellungsprozess von Schwarztee durchläuft dabei fünf Schritte. Wegen der geringen Haltbarkeit frischer Teeblätter müssen all diese Schritte direkt vor Ort auf der Teeplantage vorgenommen werden. Zunächst werden die Blätter gepflückt. Da jeweils nur die zwei obersten Blätter samt einer Knospe pro Ast verwendet werden dürfen, geschieht dieser Schritt in mühevoller Handarbeit. Im Anschluss werdend die Teeblätter gewelkt und gerollt. Durch das Rollen wird die Oberfläche der Blätter leicht aufgerissen, so dass die wertvollen ätherischen Öle freigesetzt werden. Nun kommt es zur Fermentation. Hierbei werden den Blättern Wärme, Feuchtigkeit und Sauerstoff zugegeben. Entscheidend für das Gelingen der Fermentation ist vor allem die Temperatur des Teeblatts. Während das Blatt zu Beginn des Prozesses eine Temperatur von etwa 22 Grad hat, steigt diese später rasch an und darf einen Wert von 29 Grad nicht überschreiten. Um diesen Zeitpunkt nicht zu verpassen wird in Abständen von circa zehn Minuten eine exakte Temperaturmessung durchgeführt. Durch den Prozess der Oxidation erhalten die Teeblätter ihre „schwarze“ Färbung und mit ihr das typische Schwarzteearoma. Um selbiges zu konservieren, werden die Blätter im Anschluss getrocknet und sind nun bereit zum Genuss.

Schwarzer Tee in bunten Mischungen

Selbiger ist übrigens facettenreicher, als man vielleicht zunächst meinen mag. Zwar ist allen Schwarzteesorten dieser herbe, Tannin-haltige Geschmack gemein, abhängig von der Sorte verfeinern sich die Aromen jedoch in unzählige Variationen. Je nach Erntezeitpunkt und Anbaugebiet variieren die Geschmäcker von nussig über blumig bis hin zu malzigen und sehr herben Komponenten. Eine noch größere Vielfalt im Geschmack wird erreicht, indem dem Schwarztee gezielte Aromen beigegegen werden. Die bekannteste Version des aromatisierten Schwarztees ist wohl der Earl Grey Tee, der durch einen Schuss Bergamottöl seine typische Zitrus-Note erhält. Auch die Beimischung von getrockneten Früchten, wie etwa Kirschen, Äpfeln und Orangen oder Gewürzen, wie Vanille oder Zimt, wird unter Schwarzteefreunden immer beliebter. Neu und besonders im Trend Schwarztee-Mischungen mit sehr ausgefallenen Beigaben wie Gurken, Nougat oder sogar Popcorn. Auch getrocknete Blüten, wie Jasmin, Rose oder Hawaiiblüten werden dem schwarzen Tee beigegeben und geben ihm eine ganz besondere Note. Die Experimentierfreude scheint hierbei immer größer zu werden, so dass sich Teefreunde in den nächsten Jahren gewiss auf immer neue Aromen-Explosionen freuen dürfen.

Darf es etwas dazu sein?

Die Gretchenfrage stellen sich Teefreunde hingegen bei der Entscheidung, wie sie ihr Lieblingsgetränk am besten genießen sollen. Pur? Oder mit Beigaben wie Honig, Milch oder Zitrone verfeinert? In Großbritannien gibt man beispielsweise traditionell einen Schuss Milch in das schwarze Heißgetränk. Die in der Milch enthaltenen Fette binden nämlich die Bitterstoffe des Tees und lassen ihn so geschmacklich milder werden. Doch was den Gaumen hier so milde stimmt, wurde von Forschern bisher etwas kritischer gesehen. Man fand nämlich heraus, dass durch die Beigabe von Milch zwar der bittere Geschmack gemildert, gleichzeitig aber auch die antioxidative Wirkung der Bitterstoffe geschmälert wird. Milch-Liebhabern ist dieser Umstand jedoch egal, sie mögen einfach den milden Geschmack ihrer Schwarztee-Variation. Einige geben sogar noch einen Schuss Zitronensaft und etwas Honig hinzu, um den Geschmack noch frischer und lieblicher werden zu lassen. Eine ganz eigene Version der Schwarztee-Zubereitung haben übrigens die Ostfriesen. Sie gießen starken Schwarztee über ein großes Stück Kandis und geben zum Schluss einen Tropfen Sahne auf das Ganze. Jetzt darf der Tee auf keinen Fall umgerührt werden, denn erst soll sich der Geschmack der cremigen Sahne mit dem herben Tee mischen, um im Anschluss mit der Süße des Zuckers abgerundet zu werden. So ist es für den ostfriesischen Gaumen perfekt.

Schwarzer Tee: So gelingt er

Unabhängig davon, wie man seine Lieblingsversion des schwarzen Tees mischt, gilt es bei der Zubereitung dennoch ein paar Grundregeln zu beachten. Die Faustformel für die Dosierung ist: Zwei Gramm (entspricht etwa einem Teelöffel) pro Tasse. Beim Übergießen sollte das (möglichst kalkfreie) Wasser nicht mehr kochen und etwa auf 90 Grad herab gekühlt sein. Eine Ziehzeit von zwei bis drei Minuten ist ideal. Beim Second Flash, also beim zweiten Aufgießen, darf das Wasser etwas heißer und die Ziehzeit etwas länger (circa drei bis vier Minuten) sein. Je länger der Tee zieht, desto bitterer schmeckt er. Keinesfalls sollte man abgekühlten Schwarztee nochmals aufbrühen; das Ergebnis schmeckt viel zu bitter.

Koffein: Nicht unterschätzen

Dass Schwarztee Koffein enthält ist inzwischen wohl kein Geheimnis mehr. Was Viele dabei nicht wissen: Während Kaffee etwa 130 mg Koffein pro Tasse enthält, sind es beim schwarzen Tee lediglich 50 mg. Doch anders als beim Kaffee ist das Koffein (früher Teein genannt) an die enthaltenen Gerbstoffe gebunden. Diese Verbindungen müssen sich erst lösen, ehe das Koffein freigesetzt wird. Damit spürt man die anregende Wirkung des Koffeins beim Schwarztee nicht sofort, sondern erst nach und nach, aber dafür langanhaltender. Beim Genuss von Schwarztee sollte dieser Umstand keinesfalls unterschätzt werden.

Aroma vor Wirkung: Der Genuss zählt!

Was die weitere gesundheitliche Wirkung von Schwarztee angeht scheiden sich die Geister – und auch die Wissenschaftler. So gibt es unzählige Studien, die den Tee auf verschiedene Wirkungen, z.B. auf die Darmaktivität, Linderung von Kopfschmerzen und Vielem mehr untersucht haben. Eindeutige Ergebnisse bleiben bis heute jedoch leider offen. Entweder sind die festgestellten Auswirkungen denkbar gering oder die Studienergebnisse sind sogar widersprüchlich zueinander. Einheitlich nachgewiesen ist – bis auf seine Koffeinhaltigkeit – bisher wohl nur der gute Geschmack von Schwarztee. Und echten Teeliebhabern genügt diese Erkenntnis voll und ganz. Was gut schmeckt, kann schließlich auch nur gut tun. Genießen Sie Ihre schwarze Schönheit in der Tasse. Ohne Bedenken, aber dafür vielleicht mit Milch oder Zitrone!

Schwarzer Tee – die richtige Zubereitung

Schwarzen Tee richtig zubereiten ist eigentlich leicht und dennoch machen viele kleine Fehler die den Teegenuß trüben. Die Auswahl den richtigen Wasser ebenso entscheidend wie Teemenge und Ziehzeit. Verwenden Sie am besten stilles Mineralwasser oder gefiltertes Wasser da in vielen Regionen der Kalkgehalt im Wasser einen unschönen Film auf dem Tee hinterlässt und den Geschmack beeinträchtigt. Für schwarzen Tee empfehlen wir Metall-, Kunststoff oder Glasfilter zu verwenden wo der Tee sich frei entfalten kann da die Papier- und Baumwollfilter einiges des Teearomas zurückhalten. Verwenden Sie 1 gehäuften Teelöffel pro 0,25 Liter Tasse (bei normaler Blattgröße von 1-2 cm Blattgröße und bei Broken Tees ca. nur einen halben Teelöffel). Bringen Sie das Wasser zum kochen und lassen es vor dem überbrühen nochmal kurz 30 Sekunden stehen. So ist die optimale Brühtemperatur von 95 Grad erreicht. Geben Sie dem schwarzen Tee 3 Minuten Ziehzeit. Es gibt natürlich schwarze Teesorten bei den diese Zubereitung nicht zutrifft. In diesem Fall ist bei speziellen Sorten ein gesonderter Zubereitungshinweis auf der Verpackung. Eine wichtige Empfehlung lautet: Ändern Sie nur die Teemenge wenn Ihnen der Geschmack noch nicht zusagt und nicht die Ziehzeit. Tipps: kräftige Schwarztee Sorten wie Assam, Sumatra und Nepal Tee können Sie auch gut mit Zitrone, Milch oder etwas Rum genießen während leichte Sorten wie Darjeeling, Sikkim, Nilgiri und Ceylontees am besten pur oder mit etwas Kandis schmecken.

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