Info über weißen Tee

Die helle Freude: Weißer Tee

Weißer TeeUnschuldig weiß, blüten-zart und doch von aufgeweckter Lebendigkeit: Beim weißen Tee findet man nicht nur blumige Worte, sondern vor allem florale Aromen.

Er ist quasi die tee-gewordene Unschuld. Keine Sorte ist zarter, jungfräulicher und exklusiver als er. So ist es auch kein Wunder, dass weißer Tee zum absoluten Luxus-Getränk unter Teefreunden zählt. Der Grund für seine Besonderheit, ebenso wie für seinen feinen Geschmack und seinen durchaus stolzen Preis, ist der Rohstoff, aus dem weißer Tee hergestellt wird. Grundsätzlich unterschiedet sich dieser in seiner Herkunft nicht von dem des schwarzen oder grünen Tees. All diese Sorten stammen von ein und derselben Teepflanze. Im Verfahren ihrer Herstellung und vor allem in den jeweils verwendeten Pflanzenanteilen klaffen die Unterschiede zwischen grünem, schwarzem und dem weißem Tee deutlich auseinander. Für weißen Tee werden ausschließlich die ganz jungen, noch geschlossenen Blütenknospen der Teepflanze verwendet. Grobe Blätter und sogar nur leicht geöffnete Knospen werden sofort aussortiert. Diese erlesene Rohstoffwahl ist es, die den weißen Tee so besonders und seine Ernte und Herstellung durchaus aufwendig machen. So ist beispielsweise maschinelles Ernten der feinen Knospen aufgrund ihrer Zartheit unmöglich. Das manuelle Pflücken der Weißtee-Knospen ist Feinstarbeit und Zeit raubend. Immerhin braucht man rund 30.000 Stück der kleinen Blüten, um ein Kilo weißen Tee herzustellen. Ein Aufwand (und Preis), der sich aber durchaus lohnt.

Blütenzart: So schmeckt Weißer Tee

Geschmacklich gelingt es dem weißen Luxusgetränk die reine Zartheit seiner Blütenknospe in die Tasse zu transportieren. Weißer Tee ist im Vergleich zu seinen grünen und schwarzen Geschwistern, der sanfteste und feinste Tee. Seine Aromen sind leicht und floral. Obwohl die Teepflanze durchaus ihren geschmacklichen Charakter wahrt, fehlen die herben und erdigen Noten, die man von grünem oder gar schwarzem Tee gewohnt ist. Weißer Tee ist leicht und unbeschwert, frisch und floral. Eben so, wie man es von feinen Blütenknospen erwartet. Schwere und ernsthafte Aromen behalten sich ältere Reifegrade der Teepflanze vor.

Geringe Oxidation: Die besondere Herstellung

Aber nicht nur die Rohstoffwahl ist es, die den weißen Tee so luftig macht. Auch in der Art seiner Herstellung wird haargenau darauf geachtet, seine milde Zartheit nicht zu zerstören. Der Schlüssel hierfür liegt im Grad der Fermentation. Bei weißem Tee fällt dieser vergleichsweise gering aus. Besonders edle Sorten des weißen Tees (z.B. der Silbernadeltee) haben einen Oxidationsgrad von lediglich zwei Prozent. Gestaffelt nach diesem Gradmesser unterscheiden Teeprofis die Qualität der verschiedenen Weißteesorten. Die Sorte Pai Mu Tan hat beispielsweise einen vergleichsweise hohen Oxidationsgrad, während sich die Sorte Gong Mei im mittleren Segment einreiht. Aber auch nach Größe und Reifegrad der verwendeten Blütenknospen kann man Qualitäten unterscheiden. Dabei gilt: Je jünger und zarter die verwendeten Knospen sind, desto hochwertiger ist die Teequalität. Der Silbernadeltee und der Pai Mu Tan (White Peony) zählen zu den luxuriösesten Sorten.

Mit Milch oder Aromen: Weißer Tee ist vielseitig

Der Name des weißen Tees rührt übrigens keineswegs daher, dass ihn manche Teefreunde mit einem Schuss Milch genießen und sich seine Erscheinung dabei so milchig weiß färbt. Namensgebend ist vielmehr der weiße Flaum feiner Blatthärchen, der unterhalb der jungen Teeblätter und um die Knospen herum wächst. Die Beigabe von Milch ist auch keineswegs zwingend. Im Gegenteil: Die floralen Aromen des weißen Luxustees sind von sich aus schon so mild, dass nur Wenige die Beigabe von Milch bevorzugen. Am liebsten wird weißer Tee pur getrunken. Temperatur des Aufgusswassers sowie Ziehzeit richten sich dabei stark nach der Sorte des Tees. Grundsätzlich gilt: Je hochwertiger die Sorte ist, desto kühler kann das Wasser (etwa 70 Grad) und länger die Ziehzeit sein (etwa zwei bis drei Minuten). Neben dem Silbernadeltee, der besonders fein und leicht schmeckt, sind der Pai Mu Tan (auch White Peony genannt) mit seinem vollmundigeren, blumigen Geschmack und der Shou Mei Tee (Long Life Eyebrow Tee) mit seinen lieblichen, aber vergleichsweise kräftigeren Aromen, die beliebtesten Sorten. Übrigens: Seine zurückhaltenden Aromen lassen weißen Tee zu einer hervorragenden Basis für beigemische Aromen werden. Vor allem mit frischen Früchten wird weißer Tee häufig und gern aromatisiert.

Weißer Tee und seine Wirkung

Viele Teefreunde genießen weißen Tee als besonders milde und bekömmliche Alternative zu schwarzem oder grünem Tee. Wundern tun sich viele dabei über die Tatsache, dass diese helle Teesorte trotz seiner Bekömmlichkeit einen relativ hohen Koffeingehalt aufweist. In der Trockenmasse sind es immerhin rund vier Prozent. Doch dadurch, dass das Koffein im weißen Tee an einen großen Anteil von Gerbstoffen und Aminosäuren gebunden ist, wird es vom menschlichen Körper weniger intensiv aufgenommen. Auch wirkt weißer Tee nicht säurebildend, weshalb auch Menschen mit einem sensiblen Magen diese Sorte gut vertragen. Immer wieder kursiert auch das Gerücht, weißer Tee würde die Fettzellen stimulieren und so beim Abnehmen helfen. Tatsächlich schließen Forscher diesen Effekt nicht aus, arbeiten derzeit aber noch an Studien, die diese Diät-These tatsächlich belegen. Und bis das so weit ist, genießen wir unseren weißen Luxus-Tee nicht als Diät-Drink, sondern so, wie sie auch gedacht ist: Als helle Freude in der Tasse.

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