Zubereitung Grüner Tee und Info

Grüner wird’s nicht: Grüner Tee

Grüner TeeGrün ist nicht nur eine Farbe, sondern ein Image. Grün steht für Gesundheit und Körperbewusstsein. Ein Trend, in den sich Grüner Tee im besten Sinne einfügt.

Immer wieder gibt es unter Teefreunden lebhafte Diskussionen, welcher Tee denn wohl der bessere, schmackhaftere und gesündere ist: Grüner oder Schwarzer Tee. Dabei haben beide Tees mehr gemeinsam, als die Meisten ahnen. Grüntee und Schwarztee werden nämlich aus ein und derselben Teepflanze hergestellt. Lediglich ein Detail im Verfahren ihrer Herstellung unterscheidet sich voneinander.

Grüner Tee: Keine Oxidation

Anders als beim Schwarztee kommt es bei der Herstellung von grünem Tee nämlich nicht zu einer Fermentation. Es wird darauf verzichtet die Grünteeblätter zu oxidieren, um so die Pflanzenstoffe im Inneren des Blattes zu erhalten. Stattdessen werden die Blätter erhitzt, gedämpft oder geröstet. Auf diese Weise verschließen sich die Zellporen und die gewünschten Pflanzenstoffe sind buchstäblich im Teeblatt eingeschlossen. Übrigens ebenso wie die grüne Farbe des Teeblatts, die letztlich dem Grüntee auch seinen bezeichnenden Namen verleiht.

Sortenvielfalt: Mehr als 1500 Grüntees

Abhängig vom Zeitpunkt der Ernte, dem Anbaugebiet oder Besonderheiten im Grüntee-Herstellungsverfahren gilt es innerhalb des grünen Tees mehr als 1500 verschiedene Sorten zu unterscheiden. Zu den beliebtesten und bekanntesten Sorten zählen Sencha, Bancha, Kabusecha, Tamaryokucha, Tencha und Gyokuro. All diese Sorten haben übrigens gemeinsam, dass sie auf die so genannte japanische Weise hergestellt werden. Es wird grundsätzlich zwischen dieser japanischen und der chinesischen Art der Grünteeherstellung differenziert. Der Unterschied liegt darin, ob die Teeblätter gedämpft oder durch Pfannenerhitzung und Röstung verarbeitet werden. Die Dämpfung der Teeblätter gilt als schonenderes, aber auch aufwendigeres Verfahren. Obwohl es auch nach chinesischer Herstellung durchaus hochwertige Grünteesorten gibt, gelten die Grüntees nach japanischer Produktion daher im Allgemeinen als wertvoller.

Blüten, Früchte, Gewürze: Grüntee im Mix

Auch in geschmacklicher Hinsicht kann man bei grünem Tee nichts über einen Kamm scheren. Entscheidend wirken sich hier neben diversen Umweltfaktoren (wie z.B. der Schatten- oder Sonnenlage der Teepflanze) vor allem das Anbaugebiet, der Zeitpunkt der Ernte und das Herstellungsverfahren aus. Japanisch hergestellte, also gedämpfte Grüntees sind in der Regel milder und blumiger, während durch den Prozess der Röstung bei chinesischem Grüntee eher herbe Aromen entstehen. Grundsätzlich schmeckt grüner Tee im Vergleich zu seinem Bruder, dem Schwarztee, milder, leicht grasig bis erdig und nur im Abgang ein wenig bitter. Gemeinsam mit dem schwarzen Tee hat der grüne Tee vor allem seine gute Verträglichkeit mit anderen Aromen. Daher gibt es auch eine breite Auswahl an aromatisierten Grünteemischungen. Längst zum Standartprogramm aromatisierter Grüntees gehört beispielsweise die Beimischung getrockneter Blüten, wie Jasmin oder Rose. Aber auch ausgefallene Blüten, wie z.B. Vergissmeinnicht haben den Weg in die Tasse gefunden und verleihen dem Grüntee einen besonders lieblichen Geschmack. Daneben sind auch Fruchtkompositionen unter Grünteefreunden eine beliebte Abwechslung. Klassiker sind getrocknete Erdbeeren, Kirschen, Zitronen oder Orangen, die das grüne Heißgetränk in fruchtiger Weise aufpeppen. Beliebt – vor allem im Sommer – sind darüber hinaus exotische Mischungen, wie aromatisierter Grüntee mit Mango oder Maracuja. Doch damit sind der Phantasie noch lange keine Grenzen gesetzt. Auch Beigaben wie Karamell, Zimt, Mandelmilch oder Sesam sind harmonische Geschmacksgefährten des grünen Genusses.

Grün und gesund

Und dass dieser übrigens nicht nur besonders gut schmeckt, sondern dem Körper auch besonders gut tut, ist ebenfalls die einstimmige Meinung aller Teefreunde. So wird dem Grüntee unter anderem nachgesagt, dass er positiv auf die Verdauung und Fettverbrennung wirkt und so bei Diäten eine sinnvolle Unterstützung ist. Aber auch zur Beruhigung eines nervösen Magens, zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, ebenso wie als Anti-Aging-Wunder für faltenfreie Haut und zur Verbesserung der Konzentration soll Grüntee dienen. All diese Wirkungen seien dabei vor allem dem hohen Gehalt an Flavonoiden geschuldet. Hierbei handelt es sich um die Blattfarbstoffe der Teepflanze von der eine hohe anti-oxidative Wirkung ausgehen soll. Zwar stimmt es, das Grüner Tee einen hohen Anteil an Flavonoiden sowie auch anderer wichtiger Vitalstoffe, wie Aminosäuren und Vitamine enthält, inwieweit hiervon aber wirklich die besagten Gesundheitswirkungen ausgehen, kann nicht abschließend gesagt werden. Dafür gibt es derzeit einfach noch zu wenige Forschungsergebnisse, die die Gesundheitswirkung des Grüntees eindeutig belegen.

Wachmacher: Koffeingehalt selbst dosieren

Echten Teefreunden trübt dieser Umstand aber keinesfalls den Genuss. Auch die Koffeinhaltigkeit ihres Lieblingsgetränks verstehen sie als Frischekick für den Kreislauf und die Konzentration. Echte Teekenner wissen den Koffeingehalt des Grüntees nämlich richtig zu dosieren. Dabei gilt als Faustformel: Je länger der Tee zieht und je heißer das Aufgusswasser ist, desto höher ist der Koffeingehalt des Tees. Wer diesen belebenden Inhaltsstoff nicht gut verträgt, lässt das Wasser nach dem Kochen am besten kurz abkühlen und den Tee anschließend nicht länger als zwei Minuten ziehen. Übrigens: Zu heißes Wasser bekommt auch den übrigen Inhaltstoffen des Tees nicht gut. Die empfindlichen Strukturen werden durch hohe Temperaturen zerstört. In Japan wird Grüner Tee daher traditionell bei lauen 60 Grad getrunken.

Grund und gut: Der pure Genuss

Apropos Tradition: Zu selbiger gehört es auch, dass man grünen Tee pur genießt. Die Zugabe von Milch gilt nämlich nicht nur als wenig schick, sondern auch als ungünstig für die Wirkung des Tees. Das enthaltene Milchfett binde sich nämlich an einige Pflanzenstoffe und hindere diese an ihrer Wirkung. Die Zugabe von einem Spritzer Zitronensaft entspricht zwar ebenfalls nicht der traditionellen Teekultur, ist aber wegen des hohen Vitamingehalts der Zitrone weniger verpönt. Und übrigens: Wer sich sein grünes Gebräu etwas versüßen möchte, wählt dazu am besten Honig, statt Zucker. Auch ihm sagt man nämlich eine bekömmlichere und vor allem geschmacklich harmonischere Vereinbarkeit mit Grüntee nach. Ansonsten gibt grüner Tee keine Regeln vor. Ganz im Gegenteil: Grüner Tee ist nicht nur modern, sondern auch extrem vielschichtig geworden. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt: So wird Grüntee heute als Grundlage von Cocktails oder Eiscreme verwendet, ebenso wie zum Backen von Muffins oder Mischen von Smoothies. Erlaubt ist, was gefällt. Denn grün passt schließlich zu allem!

Grüner Tee - die richtige Zubereitung 

Es gilt es in Sachen Teemenge bzw. Dosierung, Wassertemperatur und bei der Ziehzeit vieles zu beachten, denn Grüner Tee wird bei falscher Zubereitung gerne schnell mal etwas bitter und das verdirbt dem Teeanfänger auch die Freude am Grüntee Genuss.

Wir erklären Ihnen hier Schritt für Schritt, wie die Grüntee Zubereitung richtig funktioniert.

Grüner Tee - die Dosierung und Zubereitung:
Die Dosierung von Grüntee ist immer eine Geschmackssache und hängt zudem von der verwendeten Teesorte ab. Als Richtwert für Tee-Blattgrößen gilt wie folgt: Wenn das Teeblatt größer als die Fläche des Teelöffels ist benötigen Sie ca. die doppelte Menge (sprich ca. 2 Teelöffel auf 0,25 Liter) und bei normaler Blattgröße (ca. ein drittel bis halbe Teelöffel Größe) genügt ein Teelöffel für 0,25 Liter völlig. Als Richtwert kann man pro Tasse Grüntee von 1 Teelöffel für 0,25 Liter Wasser ausgehen, auf 1 Liter Wasser rechnet man 3-4 Teelöffel. Sofern bei der Ziehzeit mit 2 Minuten Ihr Tee dennoch etwas bitter geworden ist empfehlen wir beim nächsten Aufguss die Teemenge etwas zu reduzieren. Damit sich die Grüntee Blätter bei der Zubereitung richtig entfalten können, gibt man sie idealerweise direkt in die Tasse oder Kanne. Offene Teefilter in Tassengröße eignen sich ebenso und können bei Teaworld direkt und bequem mitbestellt werden.

Grüner-Tee Zubereitung und die richtige Wassertemperatur
Grüner Tee wird nicht mit kochendem Wasser zubereitet, denn dann wird er leicht bitter. Für die Zubereitung von grünem Tee das Wasser zunächst sprudelnd kochen und anschließend ca. 4-5 Minuten auf 70-80 Grad abkühlen lassen. Wenn Sie den grünen Tee kochend übergießen zerstören Sie viele der wertvollen Inhaltsstoffe und daher ist die Wassertemperatur bei der Grüntee Zubereitung nach der Teemenge das wichtigste. Teewasser-Thermometer können Sie ebenfalls in unserem Teeshop mitbestellen.

Das beste Wasser für grünen Tee
Für einen möglichst aromatischen und auch optisch perfekten Aufguss sollte für die Grüntee Zubereitung möglichst weiches Wasser verwendet werden. In Regionen mit besonders kalkhaltigem Leitungswasser empfiehlt es sich daher, das Teewasser mit einem Aktivkohlefilter zu filtern. Wenn Sie stilles Mineralwasser verwenden gilt es darauf zu achten das Sie kein Wasser nehmen das zusätzlich mit Mineralien angereichert wurde da Ihr Tee sonst gerne auch eine metallische Note erhalten kann.

Grüner Tee-Zubereitungs Tipps - Ziehzeit und mehrere Aufgüsse
Je nach Geschmack und Grünteesorte beträgt die optimale Ziehzeit von grünem Tee 1 1/2 bis 2 Minuten. Manche japanischen Grüntee-Spezialitäten brauchen nur 30-60 Sekunden. Bei diesen Sorten finden Sie den Zubereitungshinweis auch direkt auf der Varpackung. Je nach Qualität kann grüner Tee zwei- bis dreimal und auch öfter neu aufgegossen werden (je hochwertiger der Tee, desto mehr Aufgüsse sind möglich). Ab dem zweiten Aufguss sollte das Wasser etwas heißer (80-90 Grad) sein, die Ziehzeit beträgt dafür je nach Intensität noch eine gute Minute bis 2 Minuten. Wir empfehlen zwischen den Aufgüssen nicht zu viel Zeit vergehen zun lassen und auf keinen Fall die Teeblätter austrocknen zu lassen. Die Zubereitung von mehreren Grüntee Aufgüssen sollte innerhalb kurzer Zeit erfolgen wie zum Beispiel wenn Sie Gäste haben und die Grünteekanne mit den Teeblättern leer wird - einfach nochmals aufgießen und nach 1-2 Minuten können Sie weiter Grüntee genießen.

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