Info über gelben Tee

Das Gegenteil von grün? Gelber Tee!

Gelber TeeGelber Tee verbittet sich die Verwechslung. Auch wenn er seinem grünen Kollegen ähnlich ist, könnte sein Charakter nicht eigenständiger – und übrigens auch nicht exklusiver – sein. Gestatten: Der chinesische Kaisertee im gelben Gewand!

Eigentlich sollte das Geheimnis des gelben Tees die dicken Mauern des chinesischen Kaiserhofes niemals verlassen. Doch zu unserem Glück hat dieser Plan nicht funktioniert. Auch wenn bis heute noch unzählige Mythen um das kaiserliche Luxus-Getränk ranken, so weiß man inzwischen doch genug, um gelben Tee auch ohne die Hilfe traditioneller, sehr verschwiegener Mönche herstellen zu können. Und dafür gilt es zunächst eine präzise Auswahl der Rohstoffe durchzuführen. Der feine Geschmack des gelben Tees lässt es nämlich nur zu, dass die jungfräulichen Spitzen der jüngsten Teeblätter den Weg in das zarte Getränk finden. Schon wegen dieser erlesenen Rohstoffwahl gilt gelber Tee als besonders exklusiv. Und dementsprechend kostspielig.

In der Ruhe liegt die Kraft

Ein weiteres Charakteristikum bekommt der Tee mit dem warmen Goldton durch seine Verarbeitung. Genau, wie grüner Tee wird er nicht fermentiert. Dafür geschieht nach dem Erhitzen und Dämpfen etwas ganz Besonderes mit ihm. Er wird, im Gegensatz zu grünem Tee, nicht sofort weiter verarbeitet, sondern ruhen gelassen. Wochen bis Monate kann dieser Reifeprozess dauern, je nach Rezeptur des Herstellers. Zum Schutz der Aromen werden die feinen Rohstoffe dabei in Stoff oder Papier eingewickelt. Erst nach sorgfältigem Ruhen werden die inzwischen gelb gefärbten Blätter (daher auch der Name „gelber Tee“) einfach oder mehrfach (je nach Sorte) getrocknet.

Nuss, Schokolade oder Frucht?

Die schonende Verarbeitung und die Zartheit der Rohstoffe machen gelben Tee nicht nur in seiner Wertigkeit zu etwas sehr Feinem, sondern geben auch dem Geschmack einen besonderen Ton. Der chinesische Export, den es auf dem Weltmarkt übrigens immer nur in geringen Mengen zu ergattern gibt, schmeckt mild bis nussig. Manche behaupten, das Aroma von Kastanien wieder zu erkennen. Je nach Sorte weitet sich die Geschmacksfarbe bis hin zu einer herben Schokoladennote aus, die manchmal sogar von einem fruchtigen, an Mango erinnernden Unterton begleitet wird. Die Zartheit der Aromen verlangt es übrigens auch, dass man den gelben Tee besonders schonend zubereitet. Das verwendete Aufgusswasser sollte auf 70 Grad herabgekühlt sein, um das zerbrechliche Bouquet nicht zu zerstören. Insgesamt kann man aus einer Teemenge zwar bis zu vier Aufgüsse filtern. Jedoch werden die vollen Aromen nur dann preisgegeben, wenn die Ziehzeit von zwei bis drei Minuten streng eingehalten wird.

Welche Sorte mögen Sie?

Die besondere Milde des gelben Tees schlägt sich überdies übrigens auch in seiner Bekömmlichkeit nieder. Selbst Menschen mit empfindlichen Mägen vertragen das köstliche Heißgetränk recht gut. Der mit circa 0,3 Prozent sehr geringe Koffeinanteil trägt natürlich ebenfalls zu der Bekömmlichkeit des gelben Tees bei. Zu den besonders beliebten Sorten zählen dabei der Yinzhen und Kekecha, wobei ersterer nussiger schmeckt als der zum Fruchtigen tendierende Kekekcha. Welches Aroma dabei das Bessere ist? Das ist noch immer Geschmacksfrage. Fest steht in beiden Fällen nur eines: Gelben Tee trinkt man traditionell aus einer weißen Porzellanschale. Denn nur dieser Kontrast lässt seine warme Farbe gebührend goldig leuchten.

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