UNSERE PRODUKTE
MEIN TEAWORLD
INFORMATIONEN

Wir akzeptieren:

Nachnahme Vorkasse Lastschrift
Wir versenden mit:

|
|
teaworld.de
Teeversand seit 1993 - Ihr Spezialist für Tee, Kaffee und Kakao
|
|
Sie befinden sich hier: Startseite --> Wissenswertes
|
|
Der
Rooibos
Wie um die Entdeckung des Tees, ranken sich auch jede Mengen Mythen um die
Entdeckung des Rooibos. Es wird mittlerweile davon ausgegangen, daß Bereits
die Ureinwohner des einzigen Gebietes weltweit wo Rooibos wächst, in den
Cedarbergen, im Südwesten Südafrikas, ca. 200 km nordwestlich von Kapstadt,
die Khoikhoi, sich ein Getränk aus Bestandteilen des wildwachsenden Aspalathus
linearis zubereitet haben.
Das
erste Mal schriftlich erwähnt wurde dieses
Getränk 1772, als Pioniere von einem wohlschmeckenden Kräutertee der Khoikhoi
berichteten. Doch erst Anfang des 20ten Jahrhunderts, genau ab1904, wurde
Rooibush durch den russischen Emigranten Benjamin Ginsberg gezielt vermarktet.
Er baute den Rooibos allerdings noch nicht selbst an, sondern kaufte ihn bei
den Khoikhois. Durch die wachsende Nachfrage nach diesem wohlschmeckenden Getränk,
wurde eine Kultivierung der Pflanze immer wichtiger. Dieses erreichte der Arzt
und Hobby-Botaniker Dr. P. le Fras Nortier aus Clanwilliam in den Cedarbergen
zusammen mit einigen eingewanderten Farmern im Jahre 1930. Nach ihm wurde dann
auch die kultivierte Aspalathus linearis "Rocksland Nortiera" oder "Red Tea
Nortiera" benannt.
Im zweiten Weltkrieg boomte der Rooitea Umsatz enorm, brach nach beendigung
des Krieges aber wieder zusammen und brachte viele Farmer um ihre Existenz.
Die "überlebenden" Anbauer formten 1948 die Clanwilliam Tee Kooperative, aus der,
auf Betreiben des Agrarministeriums 1954, das Rooibos Control Board entstand.
Das Ziel dieses Boards war, die Qualität des Rooibos zu verbessern und eine
Preisstabilität zu schaffen, bzw. zu erhalten. Dieses gelang auch und es konnte
über die Jahre die Anbaumethoden, die Produktion und die Vermarktung entscheidend
verbessern. Mit dem Fall der Apartheid im Jahre 1993 wurde das Board privatisiert.
Seit dem geht die Entwicklung, bedingt durch die marktwirtschaftliche Konkurrenzsituation
der Farmer, noch schneller und effektiver voran.
Die Aspalathus linearis gehört zur Aspalathus Pflanzengruppe, Familie der Leguminosen
(Hülsenfrüchtler), die mehr als 200 Spezies umfaßt. Wie bereits o.g., ist nur ein
Typus kommerziell kultiviert.
Im unkultivierten Wachstum wird die Pflanze ca. 1,0 - 1,5m hoch. Die kultivierten
Pflanzen werden, je nach Alter und Anbaugebiet, zwischen 0,5 und 1,0m hoch. Der Rooibos
braucht saure, nährstoffarme, sandige Böden und Niederschlag im Winter. Das aktive
Wachstum findet aber nicht in der "Regenzeit" statt, sondern zwischen Frühling und Sommer.
Und, wie bereits erwähnt, nur und ausschließlich im Gebiet der Cedarberge. Jeder Versuch
Rooibos anderswo anzubauen schlug bisher fehl.
Die Pflanze sieht eigentlich wie ein gewöhnlicher gestrüppähnlicher Bergbusch aus: ein
glatten, berindeter Hauptstamm mit sehr tief ansetzenden Ausläufern, die dünne, zarte
Seitenäste tragen. Hieran befinden sich ca. 10mm lange nadelähnliche Blätter. Diese
"Nadeln" verhindern den Flüssigkeitsverlust der Pflanze in der heißen Sonne Südafrikas.
Die Wurzeln ziehen sich bis über 2,0m tief in den Boden. Auch dieses eine "Erfindung der Natur"
um die Pflanze innerhalb der Trockenheit restistent zu halten.
Im südafrikanischen Frühling und Frühsommer (ab Oktober) produziert der Busch Blüten aus
denen sich eine Hülse entwickelt mit einem einzigen hellgelben Samenkorn. Platzt die Hülse,
kann das Samenkorn gesammelt werden. Die Samen werden dann aufbereitet um das Keimpotential
zu erhöhen. So reichen ca. ein Kilogramm Samen um eine Fläche von 80 ha mit Rooibos bepflanzen
zu können. Die Samen werden im Februar/März im Saatbeet ausgebracht und dann zwischen Juli
und August, die jungen Pflanzen sind jetzt ca. 15cm hoch, in das Feld umgepflanzt. Die
jungen Pflanzen können nach 18 Monaten das erste Mal geerntet werden.
Die Büsche werden ca. 40cm über dem Boden abgeschnitten und in Bündeln zu den
Produktionsbetrieben gebracht. Hier werden die Pflanzenteile in Schneidemaschinen
auf die gewünschte Grüße (zwischen 2 und 5mm) geschnitten. Innerhalb dieses
Schneideprozesses werden die Pflanzen bereits gepreßt, so dass der Zellsaft austreten
kann. In Verbindung mit dem Luftsauerstoff beginnt jetzt der Fermentationsprozess, der
den Rooibos von grün nach rostrot verwandelt und wobei sich das charakteristische Aroma entwickelt.
Dieser Fermentationsprozess findet im freien statt, (bei Lufttemperaturen von 35 bis 45°
Celsius bietet sich das halt an) und dauert, je nach den klimatischen Bedingungen des
Ernte-Tages zwischen 8 und 24 Stunden. Die geschnittenen Pflanzenteile, die zu kleinen Häufchen
aufgeschüttet mit Wasser besprengt werden, kommen dann, dünn ausgebreitet, auf die soge-nannten
"drying yards" um an Luft und Sonne zu trocknen. Dieser "Farm Tea" wird jetzt mit speziellen
Maschinen aufgesaugt und geht in die Siebung, Gradierung und Säuberung. Dann wird Rooibos
sterilisiert, sprich pasteurisiert. Die Ware wird mit sehr heißem Wasserdampf und Heißluft
behandelt und danach wieder auf eine Restfeuchte von unter 10% heruntergetrocknet.
Vom nun fertigen Rooibos werden Proben zum PPECB (Perishable Produce Export Control Board)
gesandt zu einer sehr eingehenden Untersuchung. Nur wenn diese erfolgreich abgeschlossen ist,
wird eine Exportlizenz erteilt und der Tee kann an die ausländischen Kunden versandt werden.
 Eine Tasse Rooibos Tee wie sie aussehen sollte.
|
Zurück zur Übersicht
|
Was
Sie schon immer über Tee wissen wollten !
Wie wird der Tee schwarz ?
Nach dem Plücken und Welken der Teeblätter, werden Sie gerollt.
Dadurch tritt der Zellsaft aus und verbindet sich mit dem Sauerstoff
der Luft. Durch diesen Oxydations- oder Fermentierungsvorgang färbt
sich das Blatt zunächst dunkel (braun) und erhält dann durch
die Trocknung sein schwarzes Aussehen.
Warum sind beim grünen Tee die Blätter grün ?
Gleich nach dem Plücken und Welken werden die Teeblätter
über heißem Wasser gedämpft. Dadurch werden vorhandene
Fermente und Enzyme des Blattes zerstört, die sonst für
die Oxydation verantwortlich sind. Das Blatt behält seine olivgrüne
Farbe.
Hat Orange Pekoe etwas mit Orangen zu tun ?
Nein! Orange erinnert an die Zeit des holländischen Teehandels
und in diesem Zusammenhang an die Namen der Nassauer Prinzen von Oranien.
Pekoe kommt
aus dem chinesischen (Pak-Ho), was soviel wie die feinen Haare eines
Neugeborenen bedeutet. In Anlehnung daran bekam die mit feinem Flaum
überzogene Frühlingsknospe des Teestrauchs ihren Namen.
Was sind eigentlich Blattgrade ?
Blattgrad ist die Bezeichnung der verschiedenen Sortierungen des Tees.
Sortiert wird durch die Siebung, nachdem der Tee getrocknet wurde.
Ber der orthodoxen Teeproduktion werden zunächst grundsätzlich
4 Gruppen unterschieden: Blatt-Tee, Broken-Tee, Fannings-Tee und Dust-Tee.
Fannings und Dust sind die ganz fein gebrochenen Tees, die hauptsächlich
für die Teebeutelproduktion verwendet werden. Blatt- und Broken-Tees
werden nochmals, je nach Qualität in verschiedene Blattgrade
unterteilt.
Was heißt den nun SFTGFOP1 ?
S=Spezial, F=Fine; Ein besonders sorgfältig und fein gerollter
Tee; T=Tippy: Alle Blätter haben goldene (helle) Blattspitzen
von besonders jungen Trieben; G=Golden: Goldene Blattspitzen; Fehlt
das "T=Tippy" bedeutet dies, das nur einige Blätter
goldene Blattspitzen aufweisen; F=Flowery: Blumiger Duft und ein schönes
Aroma; O=Orange: siehe oben; P=Pekoe: siehe oben; 1=Feinste Aussiebung.
Und BOP ?
B steht für Broken, das gebrochene Blatt; also Broken Orange
Pekoe. Broken
Tees sind kräftiger und dunkler als Blatt Tees und eignen sich
besonders gut als Pausentees, für Thermoskannen und zum Verfeinern
mit Kandis, Sahne und Zitrone.
GFBOP heißt also Golden Flowery Orange Pekoe ?
Genau richtig !
Herstellung
von Grüntee
Bei
der Herstellung von Grüntee unterscheidet man zwei grundlegende
Verfahren:
die vor allem in Japan und in den südostchinesischen Provinzen
Zhejiang und Anhui angewandte Methode des "Steaming Tea"
und die in den anderen chinesischen Provinzen vorherrschende Methode
des "Panroasting Tea".
Beim "Steaming Tea" (gedämpfter Tee) werden die frisch
gepflückten Teeblätter kurz mit heißem Wasserdampf
behandelt, manchmal taucht man die Blätter auch kurz in ein siedendes
Wasserbad.
Beim "Panroasting Tea" (Pfannengerösteter Tee) wird
das frischgepflückte Blattgut auf riesigen Rundblechen kurz erhitzt.
Dadurch
wird eine Fermentation des Tees unterbunden. Nach dem "Welken"
des Blattguts wird der Tee auf großen Blechen ausgelegt und
gerollt. Das gerollte Blattgut kommt nun zum Rösten in eine große
Mischtrommel, die mehrere Heizstäbe enthält. Durch ständiges
Drehen der Trommel wird das Blattgut in einem Heißluftstrom
bei ca. 90°C gehalten und verliert dabei den größten
Teil seines Gewichts - Wasser wird den Pflanzenzellen entzogen. Je
nach Sorte wird dieser Vorgang des Rollens und daran anschließend
das Rösten mehrmals wiederholt. Wenn das Blattgut seine letztendliche
Konsistenz erreicht hat, wird es zum Sortieren gebracht. Bei einfacheren
Sorten geschieht das mittels sogenannter Rüttelmaschinen, bei
hochwertigen Tees wird per Hand sortiert.
Herstellung
von Oolong Tee
Die
Oolong Tee - Herstellung gehört mit zu den kompliziertesten und
aufwendigsten Verfahren zur Teeherstellung. Oolong Tees sind im Vergleich
zu Grüntees noch verhältnismäßig neu. Man kennt
diese Tees erst seit der Ming-Ära. Nach dem Pflücken wird
das Blattgut für ca. 1 Stunde auf großen Tüchern dem
Sonnenlicht ausgesetzt, so dass eine leichte natürliche Fermentation
das sogenannte Anwelken einsetzt. Bei manchen Oolong Sorten wird zwecks
besserer Anfermentierung das Blattgut in Bambuskörben geschüttelt,
so dass die Blattränder aufreißen und der Zellsaft austreten
kann. Die Teeblätter beginnen jetzt einen unsagbar süßen
Duft zu verströmen und werden auf runden Bambusplatten ins Innere
gebracht um, je nach Sorte, noch weiter zu fermentieren bzw. gleich
weiterverarbeitet zu werden. Das angwelkte Blattgut wird in die Heiztrommel
gefüllt und für ca. 45 Minuten bei 70°C getrocknet.
Danach wird das heiße Blattgut in saubere Baumwolltücher
geschüttet, die zu einem großen handlichen Ballen geschnürt
werden und in einer Knet- und Walkmaschine ständig gerollt werden.
Dieser Vorgang dauert ca. 20 Minuten. Das Blattgut wird wieder zurück
in die Heiztrommel geschüttet und erneut erhitzt. Je nach Teesorte
wird das ganze bis zu 10mal wiederholt. Am Ende des Verarbeitungsprozesses
hat man ein stark und fest gerolltes Blattgut, was noch einem Abschluss
- Röstvorgang ausgesetzt wird, um den Tee haltbar zu machen.
Bei besseren Oolong Tees werden nun noch per Hand die Stiele abgeknipst
und aussortiert.
Herstellung
von Schwarztee
Die
Schwarztee - Herstellung ist die am weitesten verbreitete Art der
Teeproduktion. Man unterscheidet auch beim Schwarztee zwei grundlegende
Herstellungsverfahren: Zum einen die "Orthodoxe Methode",
so wie sie bereits zu Kolonialzeiten von den Briten, Niederländern
und Franzosen praktiziert wurde und zum anderen das seit ca. 25 Jahren
angewandte CTC-Verfahren (eine Neuentwicklung aus England). Beiden
Verfahren gemeinsam ist das für den Schwarztee so typische Aufbrechen
der Pflanzenzellstrukturen, welches beim "Orthodoxen Verfahren"
mittels Stampfen und Rupfen der Teeblätter in einer speziell
dafür konstruierten Maschine, die aus zwei großen Metallplatten
besteht, geschieht. Die Metallplatten werden leicht erhitzt und zwischen
ihnen wird das Blattgut zerrieben. Das Blattgut bricht auf, so dass
der Zellsaft schnell austreten kann und unter Wärmeeinfluss fermentiert.
Je nachdem wie stark die Zerstörung der Blattstrukturen angelegt
ist, bekommt man ganzblättrige OP's (Orange Pekoe), grob zerkleinerte
BOP's (Broken), stärker zerkleinerte Fannings oder letztendlich
fast zermahlenen Dust ("Staub").
Beim CTC-Verfahren wird dieser Vorgang mechanisiert und von speziellen
Maschinen ausgeführt (CTC = Crushing – Tearing - Curling
- in deutsch: Zerquetschen – Zerreißen - Kräuseln),
so dass die Blattstruktur als solche nicht mehr erkennbar ist, die
Teeblätter sind zu einem groben Mus zerkleinert worden, welches
im Laufe der weiteren Verarbeitung zu ca. 3-4mm großen Kügelchen
gepresst wird und so den charakteristischen CTC - Tee ergeben. Auch
beim Schwarztee gilt dasselbe wie beim Grüntee - je sorgfältiger
die Verarbeitung, desto besser die Qualität. Die inzwischen zu
grün bis rötlichbraunen Blattklumpen mutierten Teeblätter
werden nun zum weiteren Fermentieren auf großen Blechen ausgelegt
und ca. 3-4 Stunden mit warmer Luft behandelt. In dieser Zeit verfärbt
sich das bereits anfermentierte Blattmaterial kupferfarben bis tiefviolett
- jetzt spricht man von "Schwarztee". Das so vollkommen
fermentierte Blattgut wird nun zum Rösten gebracht, wo Feuchtigkeit
dem Blatt entzogen wird, der ausgetretene Pflanzenzellsaft trocknet
und färbt die Blattspitzen golden. Das gesamte Blattgut verliert
fast zwei Drittel seines Volumens. Die gerösteten Blätter
werden jetzt noch sortiert und für den Versand in große
Holzkisten gefüllt bzw. neuerdings in Säcken und Kartons.
Herstellung
von Weißtee
Ähnlich aufwendig
wie die Oolong - Produktion ist die Herstellung von Weißtee.
Hierfür werden als Ausgangsmaterial nur die noch ungeöffneten
Blattknospen verarbeitet. Man lässt beim Weißtee das Blattmaterial
auf großen Trockengestellen lufttrocknen. Eine natürliche
leichte Fermentation setzt dabei ein. Der Teemeister muss hierbei
sehr vorsichtig zu Werke gehen, um eine entsprechend voranschreitende
Fermentation zu unterbinden. Hierzu wird der Tee kurz erhitzt, um
danach wieder in warmer Luft weiter zu trocknen. Mit der Zeit bildet
sich ein weißer Flaum am Blatt, hervorgerufen durch den ausgetretenen
Zellsaft. Der Tee ist fertig. Der ganze Vorgang dauert ca. 2-3 Tage
und erfordert sehr viel Erfahrung um die Teequalität zu erzielen,
die man mit dem Namen Weißtee verbindet. Nachdem diese Teesorten
äußerst selten verlangt werden führen wir derzeit
keine davon im Sortiment.
Ostfriesentee
und norddeutsche Teetrinkgewohnheiten
Die norddeutsche
Küste war jahrhundertlang kulturell stark von den holländischen
Nachbarn geprägt worden. Während in den großen Hafenstädten
Hamburg, Lübeck und Bremen sich die englisch orientierten Teetrinkgewohnheiten
durchsetzen konnten, waren in den kleineren Küstenstädtchen
und auf dem Lande mehr die Sitten und Gebräuche der holländischen
Kaufleute das Vorbild für die klassischen Bürgersleute.
Insbesondere in den direkt an die Niederlande grenzenden Ländereien,
die unter dem Namen Ostfriesland bekannt sind, hat sich eine eigenständige
Teekultur herausgebildet. Die in Amsterdam bevorzugten Mischungen
aus kräftigen Schwarzteesorten (meist von den Besitzungen in
Niederländisch - Indien stammend) bildeten dabei auch die Basis
für die in Ostfriesland getrunkenen "Friesentees".
Aromatisieren von Tees
Viele
Tees werden nach dem Verarbeiten noch mit Fremdzusätzen angereichert,
um so weitere geschmackliche Nuancen für den Teetrinker zu offerieren.
Beim Aromatisieren von Tees gibt es drei verschiedene Mittel und Wege.
Die wohl älteste und in Fernostasien meist verbreitete Aromatisierung
ist das "Beduften" des Tees mit wohlriechenden Blüten
(vor allem Jasmin, Rosenknospen, Cassiablüten, Magnolien, Chloranthus-Rispen
und Orchideensamen). Hierbei wird der Tee auf feinem Seidenpapier
ausgelegt, in einem großen Gestell gestapelt und immer abwechselnd
mit einem ebenfalls auf Seidenpapier ausgelegten Blütenteppich
schichtweise übereinander gepackt. Nach 2-3 Tagen haben die stark
duftenden Blüten den Tee "beduftet" (es entsteht der
sogenannte Scented Tea). Abschließend werden oftmals die zum
Beduften verwandten Blüten getrocknet und als optische Zugabe
dem Tee untergemischt. Für den Geschmack spielen sie allerdings
keine Rolle mehr, haben sie doch ihre Essenz bereits abgegeben. Dank
der modernen Extraktionsmethoden in der Parfümindustrie war es
seit den Jahren der klassischen Gründerzeit (1870-1890) auch
möglich, von verschiedenen wohlriechenden Früchten die Ätherischen
Öle zu gewinnen und diese für die Teeveredlung einzusetzen.
Die wohl bekannteste Aromatisierung nach dieser Methode ist der populäre
Earl Grey. Hier wird das durch Kaltpressung von Schalen der Bergamottefrucht
extrahierte Öl durch feine Zerstäuber auf das bereits abgeröstete
Teeblatt aufgebracht und verleiht so dem Tee seinen unverwechselbaren
Geschmack. Im Laufe der Zeit sind so neben den Ölen der Zitrusfrüchte,
die man recht einfach durch Kaltpressung gewinnen kann, auch andere
Ätherische Öle gewonnen worden, die einen wahrhaften Boom
der Teebranche nach sich zogen. Aus Indien stammt die dritte Methode
zur Tee-Aromatisierung. Der in Indien populäre Chai diente hierbei
als Prototyp für die mit Gewürzen (z.B. Vanille, Zimt, Ingwer,
Kardamom) angereicherten Tees, die vor allem in der Weihnachtszeit
als Adventsmischungen den Markt bereichern. Dem bereits fertig abgerösteten
Tee werden hierbei stark zerkleinerte, bereits getrocknete Gewürze
beigemengt und untergemischt. Nach ca. 3-4 Tagen hat der Tee den Geschmack
des Gewürzes aufgenommen.
Blending
Um den Teetrinkern
weltweit gleichbleibende Qualitätsstandards anbieten zu können,
werden verschiedene Teesorten zu sogenannten Blends vermischt. Blends
können aus Teegärten einer Herkunftsregion gemischt werden,
wie z.B. Darjeeling-Blends, Assam-Blends usw. oder auch aus Tees verschiedener
Anbauregionen (z.B. Ostfriesenmischung, Russische Mischung, English
Breakfast, Irish Breakfast usw.). Die Mischverhältnisse im Blend
sind gutgehütete Betriebsgeheimnisse der jeweiligen Teefirmen.
Wenn die Mischung am Markt erfolgreich ist, wird sie meist unter dem
Namen des jeweiligen Blenders auch verkauft (z.B. Barry's Classic
Blend, Bewley's Irish Blend usw.) - diese Markennamen bilden dann
schon wieder eigenständige Geschmacksvariationen, die gleichberechtigt
mit reinen Herkunftstees und klassischen Mischungen um die Gunst der
Teetrinker wetteifern. Viele große Teehandelshäuser unterhalten
für das Abmischen der Tees aufwendige Tee-Taster-Abteilungen,
wo Spezialisten aus den jeweils angelieferten Teesorten eine gleichbleibend
schmeckende Standardmischung erzeugen. Auf diese Art und Weise kann
der Endverbraucher einen garantierten Geschmack bekommen, der aufgrund
saisonaler Klimaschwankungen in den Anbaugebieten auf natürlichem
Wege nicht erzielbar ist.
|
Zurück zur Übersicht
|
Was
am Tee gesund ist !
Obwohl Tee allgemein den Ruf hat, "gesund" zu sein, rechnet
man ihn nicht zu den Heil- oder Arzneimitteln, sondern zu den Genussmitteln.
Grüner und schwarzer Tee werden im Prinzip aus derselben Teepflanze
hergestellt, der Camellia Sinensis. Der Unterschied zwischen den Teesorten
liegt in der Verarbeitung: Während schwarzer Tee getrocknet, in
Tüchern gerollt und fermentiert wird, behandelt man die Blätter
für den grünen Tee mit Wasserdampf unter Druck. In beiden
Teesorten sind es vor allem zwei Substanzen, welche die menschliche
Gesundheit günstig beeinflussen können: Koffein und Theophyllin.
Weil das Koffein im Tee an Gerbstoffe und Zuckerreste gebunden ist,
entfaltet sich seine Wirkung hier langsamer als zum Beispiel im Kaffee
und hält länger an. "Allgemein hat Koffein eine stimulierende,
stark anregende Wirkung", sagt Rolf Kaiser von der Facharztausbildung
für klinische Pharmakologie der Charitée Berlin. Dem Theophyllin
werden eine ganze Reihe von Wirkungsweisen zugeschrieben. "Es hat,
außer im Hirnbereich, eine gefäßerweiternde Wirkung
und wirkt atemsteigernd", so Kaiser. Der Fettsäure- und Zuckerabbau
werden gesteigert, der Cholesterinspiegel gesenkt. In der Niere erhöhe
das Theophyllin die Wasser-auscheidung. Studien aus dem japanischen
Raum hätten sogar auf eine krebs-verhütende Wirkung hingewiesen,
erklärt Kaiser weiter.
Quelle:
Süddeutsche Zeitung 6./7.03.1999
|
Zurück zur Übersicht
|
Pu-Erh Tee
Xishuangbanna, der Geburtsort des Pu-Erh Tees. Die Blätter kommen aus dem Gebiet
Yunnan, aus dem auch die ursprünglichen Teebäume stammen. Seinen Namen verdankt er der
Stadt Pu`er, zentral in Süd-Yunnan gelegen. Aus den hohen Bergen von Nuoshan wurde
der Tee in Körben wochenlang in die Stadt Pu`er heruntergetragen. Dort wurde er
verarbeitet und anschließend auf dem dortigen Teemarkt verkauft - entweder als Massenwareunter
dem Namen Pu-Erh, oder als gepresster Tee unter dem Namen Tuo-Cha (kleine Nester, in Form
gebracht durch einen speziellen Pressvorgang), Bing-Cha (Tee-Kekse - heute noch gerne von den
Tibetanern genossen) oder Tuan-Cha (kleine Teebälle, die gerne für Tributzahlungen
verwandt wurden).
Die Bewohner des Grenzgebietes Yunnan-Tibet haben diesen Tee bereits in der Tang-Dynasty
getrunken. Diese Zeit (618-906 n. Chr.) hat den Siegeszug des Tees, wie kaum wieder
vergleichbar, eingeleitet; bis dato wurde Tee hauptsächlich als Medizin verabreicht -
sowohl zum Einnehmen als auch als Paste gegen rheumatische Schmerzen. Fortan genoss man Tee
als Getränk. Anbau und Herstellung wurden in geordnete Bahnen gelenkt, dass Gebräu
zum Nationalgetränk Chinas erklärt. Bezeichnenderweise schrieb Lu-Jü (768-824 n. Chr.)
um ca. 800 n. Chr. genau in dieser Zeit das berühmte Tscha-King (das Buch vom Tee). Pu-Erh
Tee verkörpert diesen Wandel der Zeit - zum einen als Medizin, zum anderen als Getränk
genossen.
Pu-Erh Tee ist eine relativ großblättrige Variante. Die Berge Yunnans lassen den Tee in
einer speziellen Kombination aus Bodenbeschaffenheit und Klima gedeihen. Es handelt sich um
einen halbfermentierten Tee - anders als bei den bekannten Oolongs dauert die Fermentation
hier länger. Gleichzeitig wirken Mikroorganismen bei der Fermentation mit und bilden,
wie beim Käse, je nach Altereinen leichten Schimmel. Die Asiaten empfinden Pu-Erh Tee
mit leicht sichtbarem Schimmelbefall als den besten und medizinisch effektivsten Tee. Die
weiter oben beschriebene Variante Tuo-Cha ist auch als grüner Tee auf dem Markt vertreten
- bleibt jedoch die Frage, inwieweit man hier noch von Pu-Erh Tee sprechen mag.
Diverse Studien bescheinigen dem Tee Hilfe bei Durchfall und Verdauungsstörungen - auch
soll er behilflich sein, die körpereigenen Fette besser zu binden und das Cholesterin
zu senken. Geschmacklich als erdig, ursprünglich oder ausgereift bezeichnet, hält
er sein Aroma auch nach dem zweiten oder dritten Aufguss.
für die Zubereitungsinfo klicken Sie hier.
Zum Pu-Erh Bestellen klicken Sie hier.
|
Zurück zur Übersicht
|
Greenbos - grüner Rooibos
Frisch, lecker & keine Kalorien
Grüner (unfermentierter) Rooibos wird in kleinen Chargen direkt nach der Ernte in
Trocknungsanlagen hergestellt. Durch zügige Trocknung wird die schnelle und
natürliche Fermentation größtenteils verhindert.
Hierdurch bleiben viele Flavonoide, (Pflanzenstoffe, u.a. Aspalathin, die eine
entzündungshemmende und verdauungsfördernde Funktion haben) und Antioxidantien
(z.B. Vitamin A,C,E) erhalten.
Greenbos Tee ist natürlich ebenso wie der bereits bekannte Rooibos Tee koffeinfrei
jedoch in Geschmack und Eigenschaften eher dem Grünen Tee ähnlich. Der leichte
und milde Geschmack des Greenbos Tees wurde von uns mit hochwertigen Aromen und Zutaten
veredelt.
Für die Zubereitung klicken Sie bitte hier.
Zum Greenbos-Tee Bestellen klicken Sie hier.
Greenbos, und Ihr Durst wird gelöscht......
|
Zurück zur Übersicht
|