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Teezubereitung Wissenswertes Teerezepte

Wissenswertes über Tee

 

Der Rooibos


Wie um die Entdeckung des Tees, ranken sich auch jede Mengen Mythen um die Entdeckung des Rooibos. Es wird mittlerweile davon ausgegangen, daß Bereits die Ureinwohner des einzigen Gebietes weltweit wo Rooibos wächst, in den Cedarbergen, im Südwesten Südafrikas, ca. 200 km nordwestlich von Kapstadt, die Khoikhoi, sich ein Getränk aus Bestandteilen des wildwachsenden Aspalathus linearis zubereitet haben.
Der CedarbergDas erste Mal schriftlich erwähnt wurde dieses Getränk 1772, als Pioniere von einem wohlschmeckenden Kräutertee der Khoikhoi berichteten. Doch erst Anfang des 20ten Jahrhunderts, genau ab1904, wurde Rooibush durch den russischen Emigranten Benjamin Ginsberg gezielt vermarktet. Er baute den Rooibos allerdings noch nicht selbst an, sondern kaufte ihn bei den Khoikhois. Durch die wachsende Nachfrage nach diesem wohlschmeckenden Getränk, wurde eine Kultivierung der Pflanze immer wichtiger. Dieses erreichte der Arzt und Hobby-Botaniker Dr. P. le Fras Nortier aus Clanwilliam in den Cedarbergen zusammen mit einigen eingewanderten Farmern im Jahre 1930. Nach ihm wurde dann auch die kultivierte Aspalathus linearis "Rocksland Nortiera" oder "Red Tea Nortiera" benannt.
Im zweiten Weltkrieg boomte der Rooitea Umsatz enorm, brach nach beendigung des Krieges aber wieder zusammen und brachte viele Farmer um ihre Existenz. Die "überlebenden" Anbauer formten 1948 die Clanwilliam Tee Kooperative, aus der, auf Betreiben des Agrarministeriums 1954, das Rooibos Control Board entstand. Das Ziel dieses Boards war, die Qualität des Rooibos zu verbessern und eine Preisstabilität zu schaffen, bzw. zu erhalten. Dieses gelang auch und es konnte über die Jahre die Anbaumethoden, die Produktion und die Vermarktung entscheidend verbessern. Mit dem Fall der Apartheid im Jahre 1993 wurde das Board privatisiert. Seit dem geht die Entwicklung, bedingt durch die marktwirtschaftliche Konkurrenzsituation der Farmer, noch schneller und effektiver voran.

RooibosplantageDie Aspalathus linearis gehört zur Aspalathus Pflanzengruppe, Familie der Leguminosen (Hülsenfrüchtler), die mehr als 200 Spezies umfaßt. Wie bereits o.g., ist nur ein Typus kommerziell kultiviert.
Im unkultivierten Wachstum wird die Pflanze ca. 1,0 - 1,5m hoch. Die kultivierten Pflanzen werden, je nach Alter und Anbaugebiet, zwischen 0,5 und 1,0m hoch. Der Rooibos braucht saure, nährstoffarme, sandige Böden und Niederschlag im Winter. Das aktive Wachstum findet aber nicht in der "Regenzeit" statt, sondern zwischen Frühling und Sommer. Und, wie bereits erwähnt, nur und ausschließlich im Gebiet der Cedarberge. Jeder Versuch Rooibos anderswo anzubauen schlug bisher fehl.
Die Pflanze sieht eigentlich wie ein gewöhnlicher gestrüppähnlicher Bergbusch aus: ein glatten, berindeter Hauptstamm mit sehr tief ansetzenden Ausläufern, die dünne, zarte Seitenäste tragen. Hieran befinden sich ca. 10mm lange nadelähnliche Blätter. Diese "Nadeln" verhindern den Flüssigkeitsverlust der Pflanze in der heißen Sonne Südafrikas. Die Wurzeln ziehen sich bis über 2,0m tief in den Boden. Auch dieses eine "Erfindung der Natur" um die Pflanze innerhalb der Trockenheit restistent zu halten.

Bei der Ernte Im südafrikanischen Frühling und Frühsommer (ab Oktober) produziert der Busch Blüten aus denen sich eine Hülse entwickelt mit einem einzigen hellgelben Samenkorn. Platzt die Hülse, kann das Samenkorn gesammelt werden. Die Samen werden dann aufbereitet um das Keimpotential zu erhöhen. So reichen ca. ein Kilogramm Samen um eine Fläche von 80 ha mit Rooibos bepflanzen zu können. Die Samen werden im Februar/März im Saatbeet ausgebracht und dann zwischen Juli und August, die jungen Pflanzen sind jetzt ca. 15cm hoch, in das Feld umgepflanzt. Die jungen Pflanzen können nach 18 Monaten das erste Mal geerntet werden.
Die Büsche werden ca. 40cm über dem Boden abgeschnitten und in Bündeln zu den Produktionsbetrieben gebracht. Hier werden die Pflanzenteile in Schneidemaschinen auf die gewünschte Grüße (zwischen 2 und 5mm) geschnitten. Innerhalb dieses Schneideprozesses werden die Pflanzen bereits gepreßt, so dass der Zellsaft austreten kann. In Verbindung mit dem Luftsauerstoff beginnt jetzt der Fermentationsprozess, der den Rooibos von grün nach rostrot verwandelt und wobei sich das charakteristische Aroma entwickelt.
Getrockneter RooibosDieser Fermentationsprozess findet im freien statt, (bei Lufttemperaturen von 35 bis 45° Celsius bietet sich das halt an) und dauert, je nach den klimatischen Bedingungen des Ernte-Tages zwischen 8 und 24 Stunden. Die geschnittenen Pflanzenteile, die zu kleinen Häufchen aufgeschüttet mit Wasser besprengt werden, kommen dann, dünn ausgebreitet, auf die soge-nannten "drying yards" um an Luft und Sonne zu trocknen. Dieser "Farm Tea" wird jetzt mit speziellen Maschinen aufgesaugt und geht in die Siebung, Gradierung und Säuberung. Dann wird Rooibos sterilisiert, sprich pasteurisiert. Die Ware wird mit sehr heißem Wasserdampf und Heißluft behandelt und danach wieder auf eine Restfeuchte von unter 10% heruntergetrocknet.
Vom nun fertigen Rooibos werden Proben zum PPECB (Perishable Produce Export Control Board) gesandt zu einer sehr eingehenden Untersuchung. Nur wenn diese erfolgreich abgeschlossen ist, wird eine Exportlizenz erteilt und der Tee kann an die ausländischen Kunden versandt werden.

Ein Genuss
Eine Tasse Rooibos Tee wie sie aussehen sollte.

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Was Sie schon immer über Tee wissen wollten !


Wie wird der Tee schwarz ?

Nach dem Plücken und Welken der Teeblätter, werden Sie gerollt. Dadurch tritt der Zellsaft aus und verbindet sich mit dem Sauerstoff der Luft. Durch diesen Oxydations- oder Fermentierungsvorgang färbt sich das Blatt zunächst dunkel (braun) und erhält dann durch die Trocknung sein schwarzes Aussehen.


Warum sind beim grünen Tee die Blätter grün ?

Gleich nach dem Plücken und Welken werden die Teeblätter über heißem Wasser gedämpft. Dadurch werden vorhandene Fermente und Enzyme des Blattes zerstört, die sonst für die Oxydation verantwortlich sind. Das Blatt behält seine olivgrüne Farbe.


Hat Orange Pekoe etwas mit Orangen zu tun ?

Nein! Orange erinnert an die Zeit des holländischen Teehandels und in diesem Zusammenhang an die Namen der Nassauer Prinzen von Oranien. Pekoe kommt
aus dem chinesischen (Pak-Ho), was soviel wie die feinen Haare eines Neugeborenen bedeutet. In Anlehnung daran bekam die mit feinem Flaum überzogene Frühlingsknospe des Teestrauchs ihren Namen.


Was sind eigentlich Blattgrade ?

Blattgrad ist die Bezeichnung der verschiedenen Sortierungen des Tees. Sortiert wird durch die Siebung, nachdem der Tee getrocknet wurde. Ber der orthodoxen Teeproduktion werden zunächst grundsätzlich 4 Gruppen unterschieden: Blatt-Tee, Broken-Tee, Fannings-Tee und Dust-Tee. Fannings und Dust sind die ganz fein gebrochenen Tees, die hauptsächlich für die Teebeutelproduktion verwendet werden. Blatt- und Broken-Tees werden nochmals, je nach Qualität in verschiedene Blattgrade unterteilt.


Was heißt den nun SFTGFOP1 ?

S=Spezial, F=Fine; Ein besonders sorgfältig und fein gerollter Tee; T=Tippy: Alle Blätter haben goldene (helle) Blattspitzen von besonders jungen Trieben; G=Golden: Goldene Blattspitzen; Fehlt das "T=Tippy" bedeutet dies, das nur einige Blätter goldene Blattspitzen aufweisen; F=Flowery: Blumiger Duft und ein schönes Aroma; O=Orange: siehe oben; P=Pekoe: siehe oben; 1=Feinste Aussiebung.


Und BOP ?

B steht für Broken, das gebrochene Blatt; also Broken Orange Pekoe. Broken
Tees sind kräftiger und dunkler als Blatt Tees und eignen sich besonders gut als Pausentees, für Thermoskannen und zum Verfeinern mit Kandis, Sahne und Zitrone.


GFBOP heißt also Golden Flowery Orange Pekoe ?

Genau richtig !

Herstellung von Grüntee

Bei der Herstellung von Grüntee unterscheidet man zwei grundlegende Verfahren:
die vor allem in Japan und in den südostchinesischen Provinzen Zhejiang und Anhui angewandte Methode des "Steaming Tea" und die in den anderen chinesischen Provinzen vorherrschende Methode des "Panroasting Tea".
Beim "Steaming Tea" (gedämpfter Tee) werden die frisch gepflückten Teeblätter kurz mit heißem Wasserdampf behandelt, manchmal taucht man die Blätter auch kurz in ein siedendes Wasserbad.
Beim "Panroasting Tea" (Pfannengerösteter Tee) wird das frischgepflückte Blattgut auf riesigen Rundblechen kurz erhitzt.

Dadurch wird eine Fermentation des Tees unterbunden. Nach dem "Welken" des Blattguts wird der Tee auf großen Blechen ausgelegt und gerollt. Das gerollte Blattgut kommt nun zum Rösten in eine große Mischtrommel, die mehrere Heizstäbe enthält. Durch ständiges Drehen der Trommel wird das Blattgut in einem Heißluftstrom bei ca. 90°C gehalten und verliert dabei den größten Teil seines Gewichts - Wasser wird den Pflanzenzellen entzogen. Je nach Sorte wird dieser Vorgang des Rollens und daran anschließend das Rösten mehrmals wiederholt. Wenn das Blattgut seine letztendliche Konsistenz erreicht hat, wird es zum Sortieren gebracht. Bei einfacheren Sorten geschieht das mittels sogenannter Rüttelmaschinen, bei hochwertigen Tees wird per Hand sortiert.

Herstellung von Oolong Tee

Die Oolong Tee - Herstellung gehört mit zu den kompliziertesten und aufwendigsten Verfahren zur Teeherstellung. Oolong Tees sind im Vergleich zu Grüntees noch verhältnismäßig neu. Man kennt diese Tees erst seit der Ming-Ära. Nach dem Pflücken wird das Blattgut für ca. 1 Stunde auf großen Tüchern dem Sonnenlicht ausgesetzt, so dass eine leichte natürliche Fermentation das sogenannte Anwelken einsetzt. Bei manchen Oolong Sorten wird zwecks besserer Anfermentierung das Blattgut in Bambuskörben geschüttelt, so dass die Blattränder aufreißen und der Zellsaft austreten kann. Die Teeblätter beginnen jetzt einen unsagbar süßen Duft zu verströmen und werden auf runden Bambusplatten ins Innere gebracht um, je nach Sorte, noch weiter zu fermentieren bzw. gleich weiterverarbeitet zu werden. Das angwelkte Blattgut wird in die Heiztrommel gefüllt und für ca. 45 Minuten bei 70°C getrocknet. Danach wird das heiße Blattgut in saubere Baumwolltücher geschüttet, die zu einem großen handlichen Ballen geschnürt werden und in einer Knet- und Walkmaschine ständig gerollt werden. Dieser Vorgang dauert ca. 20 Minuten. Das Blattgut wird wieder zurück in die Heiztrommel geschüttet und erneut erhitzt. Je nach Teesorte wird das ganze bis zu 10mal wiederholt. Am Ende des Verarbeitungsprozesses hat man ein stark und fest gerolltes Blattgut, was noch einem Abschluss - Röstvorgang ausgesetzt wird, um den Tee haltbar zu machen. Bei besseren Oolong Tees werden nun noch per Hand die Stiele abgeknipst und aussortiert.

Herstellung von Schwarztee

Die Schwarztee - Herstellung ist die am weitesten verbreitete Art der Teeproduktion. Man unterscheidet auch beim Schwarztee zwei grundlegende Herstellungsverfahren: Zum einen die "Orthodoxe Methode", so wie sie bereits zu Kolonialzeiten von den Briten, Niederländern und Franzosen praktiziert wurde und zum anderen das seit ca. 25 Jahren angewandte CTC-Verfahren (eine Neuentwicklung aus England). Beiden Verfahren gemeinsam ist das für den Schwarztee so typische Aufbrechen der Pflanzenzellstrukturen, welches beim "Orthodoxen Verfahren" mittels Stampfen und Rupfen der Teeblätter in einer speziell dafür konstruierten Maschine, die aus zwei großen Metallplatten besteht, geschieht. Die Metallplatten werden leicht erhitzt und zwischen ihnen wird das Blattgut zerrieben. Das Blattgut bricht auf, so dass der Zellsaft schnell austreten kann und unter Wärmeeinfluss fermentiert. Je nachdem wie stark die Zerstörung der Blattstrukturen angelegt ist, bekommt man ganzblättrige OP's (Orange Pekoe), grob zerkleinerte BOP's (Broken), stärker zerkleinerte Fannings oder letztendlich fast zermahlenen Dust ("Staub").
Beim CTC-Verfahren wird dieser Vorgang mechanisiert und von speziellen Maschinen ausgeführt (CTC = Crushing – Tearing - Curling - in deutsch: Zerquetschen – Zerreißen - Kräuseln), so dass die Blattstruktur als solche nicht mehr erkennbar ist, die Teeblätter sind zu einem groben Mus zerkleinert worden, welches im Laufe der weiteren Verarbeitung zu ca. 3-4mm großen Kügelchen gepresst wird und so den charakteristischen CTC - Tee ergeben. Auch beim Schwarztee gilt dasselbe wie beim Grüntee - je sorgfältiger die Verarbeitung, desto besser die Qualität. Die inzwischen zu grün bis rötlichbraunen Blattklumpen mutierten Teeblätter werden nun zum weiteren Fermentieren auf großen Blechen ausgelegt und ca. 3-4 Stunden mit warmer Luft behandelt. In dieser Zeit verfärbt sich das bereits anfermentierte Blattmaterial kupferfarben bis tiefviolett - jetzt spricht man von "Schwarztee". Das so vollkommen fermentierte Blattgut wird nun zum Rösten gebracht, wo Feuchtigkeit dem Blatt entzogen wird, der ausgetretene Pflanzenzellsaft trocknet und färbt die Blattspitzen golden. Das gesamte Blattgut verliert fast zwei Drittel seines Volumens. Die gerösteten Blätter werden jetzt noch sortiert und für den Versand in große Holzkisten gefüllt bzw. neuerdings in Säcken und Kartons.

Herstellung von Weißtee

Ähnlich aufwendig wie die Oolong - Produktion ist die Herstellung von Weißtee. Hierfür werden als Ausgangsmaterial nur die noch ungeöffneten Blattknospen verarbeitet. Man lässt beim Weißtee das Blattmaterial auf großen Trockengestellen lufttrocknen. Eine natürliche leichte Fermentation setzt dabei ein. Der Teemeister muss hierbei sehr vorsichtig zu Werke gehen, um eine entsprechend voranschreitende Fermentation zu unterbinden. Hierzu wird der Tee kurz erhitzt, um danach wieder in warmer Luft weiter zu trocknen. Mit der Zeit bildet sich ein weißer Flaum am Blatt, hervorgerufen durch den ausgetretenen Zellsaft. Der Tee ist fertig. Der ganze Vorgang dauert ca. 2-3 Tage und erfordert sehr viel Erfahrung um die Teequalität zu erzielen, die man mit dem Namen Weißtee verbindet.

Ostfriesentee und norddeutsche Teetrinkgewohnheiten

Die norddeutsche Küste war jahrhundertlang kulturell stark von den holländischen Nachbarn geprägt worden. Während in den großen Hafenstädten Hamburg, Lübeck und Bremen sich die englisch orientierten Teetrinkgewohnheiten durchsetzen konnten, waren in den kleineren Küstenstädtchen und auf dem Lande mehr die Sitten und Gebräuche der holländischen Kaufleute das Vorbild für die klassischen Bürgersleute. Insbesondere in den direkt an die Niederlande grenzenden Ländereien, die unter dem Namen Ostfriesland bekannt sind, hat sich eine eigenständige Teekultur herausgebildet. Die in Amsterdam bevorzugten Mischungen aus kräftigen Schwarzteesorten (meist von den Besitzungen in Niederländisch - Indien stammend) bildeten dabei auch die Basis für die in Ostfriesland getrunkenen "Friesentees".

Aromatisieren von Tees

Viele Tees werden nach dem Verarbeiten noch mit Fremdzusätzen angereichert, um so weitere geschmackliche Nuancen für den Teetrinker zu offerieren. Beim Aromatisieren von Tees gibt es drei verschiedene Mittel und Wege. Die wohl älteste und in Fernostasien meist verbreitete Aromatisierung ist das "Beduften" des Tees mit wohlriechenden Blüten (vor allem Jasmin, Rosenknospen, Cassiablüten, Magnolien, Chloranthus-Rispen und Orchideensamen). Hierbei wird der Tee auf feinem Seidenpapier ausgelegt, in einem großen Gestell gestapelt und immer abwechselnd mit einem ebenfalls auf Seidenpapier ausgelegten Blütenteppich schichtweise übereinander gepackt. Nach 2-3 Tagen haben die stark duftenden Blüten den Tee "beduftet" (es entsteht der sogenannte Scented Tea). Abschließend werden oftmals die zum Beduften verwandten Blüten getrocknet und als optische Zugabe dem Tee untergemischt. Für den Geschmack spielen sie allerdings keine Rolle mehr, haben sie doch ihre Essenz bereits abgegeben. Dank der modernen Extraktionsmethoden in der Parfümindustrie war es seit den Jahren der klassischen Gründerzeit (1870-1890) auch möglich, von verschiedenen wohlriechenden Früchten die Ätherischen Öle zu gewinnen und diese für die Teeveredlung einzusetzen. Die wohl bekannteste Aromatisierung nach dieser Methode ist der populäre Earl Grey. Hier wird das durch Kaltpressung von Schalen der Bergamottefrucht extrahierte Öl durch feine Zerstäuber auf das bereits abgeröstete Teeblatt aufgebracht und verleiht so dem Tee seinen unverwechselbaren Geschmack. Im Laufe der Zeit sind so neben den Ölen der Zitrusfrüchte, die man recht einfach durch Kaltpressung gewinnen kann, auch andere Ätherische Öle gewonnen worden, die einen wahrhaften Boom der Teebranche nach sich zogen. Aus Indien stammt die dritte Methode zur Tee-Aromatisierung. Der in Indien populäre Chai diente hierbei als Prototyp für die mit Gewürzen (z.B. Vanille, Zimt, Ingwer, Kardamom) angereicherten Tees, die vor allem in der Weihnachtszeit als Adventsmischungen den Markt bereichern. Dem bereits fertig abgerösteten Tee werden hierbei stark zerkleinerte, bereits getrocknete Gewürze beigemengt und untergemischt. Nach ca. 3-4 Tagen hat der Tee den Geschmack des Gewürzes aufgenommen.

Blending

Um den Teetrinkern weltweit gleichbleibende Qualitätsstandards anbieten zu können, werden verschiedene Teesorten zu sogenannten Blends vermischt. Blends können aus Teegärten einer Herkunftsregion gemischt werden, wie z.B. Darjeeling-Blends, Assam-Blends usw. oder auch aus Tees verschiedener Anbauregionen (z.B. Ostfriesenmischung, Russische Mischung, English Breakfast, Irish Breakfast usw.). Die Mischverhältnisse im Blend sind gutgehütete Betriebsgeheimnisse der jeweiligen Teefirmen. Wenn die Mischung am Markt erfolgreich ist, wird sie meist unter dem Namen des jeweiligen Blenders auch verkauft (z.B. Barry's Classic Blend, Bewley's Irish Blend usw.) - diese Markennamen bilden dann schon wieder eigenständige Geschmacksvariationen, die gleichberechtigt mit reinen Herkunftstees und klassischen Mischungen um die Gunst der Teetrinker wetteifern. Viele große Teehandelshäuser unterhalten für das Abmischen der Tees aufwendige Tee-Taster-Abteilungen, wo Spezialisten aus den jeweils angelieferten Teesorten eine gleichbleibend schmeckende Standardmischung erzeugen. Auf diese Art und Weise kann der Endverbraucher einen garantierten Geschmack bekommen, der aufgrund saisonaler Klimaschwankungen in den Anbaugebieten auf natürlichem Wege nicht erzielbar ist.

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Pu-Erh Tee


Xishuangbanna, der Geburtsort des Pu-Erh Tees. Die Blätter kommen aus dem Gebiet Yunnan, aus dem auch die ursprünglichen Teebäume stammen. Seinen Namen verdankt er der Stadt Pu`er, zentral in Süd-Yunnan gelegen. Aus den hohen Bergen von Nuoshan wurde der Tee in Körben wochenlang in die Stadt Pu`er heruntergetragen. Dort wurde er verarbeitet und anschließend auf dem dortigen Teemarkt verkauft - entweder als Massenwareunter dem Namen Pu-Erh, oder als gepresster Tee unter dem Namen Tuo-Cha (kleine Nester, in Form gebracht durch einen speziellen Pressvorgang), Bing-Cha (Tee-Kekse - heute noch gerne von den Tibetanern genossen) oder Tuan-Cha (kleine Teebälle, die gerne für Tributzahlungen verwandt wurden).

Die Bewohner des Grenzgebietes Yunnan-Tibet haben diesen Tee bereits in der Tang-Dynasty getrunken. Diese Zeit (618-906 n. Chr.) hat den Siegeszug des Tees, wie kaum wieder vergleichbar, eingeleitet; bis dato wurde Tee hauptsächlich als Medizin verabreicht. Fortan genoss man Tee als Getränk. Anbau und Herstellung wurden in geordnete Bahnen gelenkt, dass Gebräu zum Nationalgetränk Chinas erklärt. Bezeichnenderweise schrieb Lu-Jü (768-824 n. Chr.) um ca. 800 n. Chr. genau in dieser Zeit das berühmte Tscha-King (das Buch vom Tee). Pu-Erh Tee verkörpert diesen Wandel der Zeit - zum einen als Medizin, zum anderen als Getränk genossen.

Pu-Erh Tee ist eine relativ großblättrige Variante. Die Berge Yunnans lassen den Tee in einer speziellen Kombination aus Bodenbeschaffenheit und Klima gedeihen. Es handelt sich um einen halbfermentierten Tee - anders als bei den bekannten Oolongs dauert die Fermentation hier länger. Gleichzeitig wirken Mikroorganismen bei der Fermentation mit und bilden, wie beim Käse, je nach Altereinen leichten Schimmel. Die Asiaten empfinden Pu-Erh Tee mit leicht sichtbarem Schimmelbefall als den besten und effektivsten Tee. Die weiter oben beschriebene Variante Tuo-Cha ist auch als grüner Tee auf dem Markt vertreten - bleibt jedoch die Frage, inwieweit man hier noch von Pu-Erh Tee sprechen mag.

Geschmacklich als erdig, ursprünglich oder ausgereift bezeichnet, hält er sein Aroma auch nach dem zweiten oder dritten Aufguss.

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Greenbos - grüner Rooibos
Frisch & lecker


Grüner (unfermentierter) Rooibos wird in kleinen Chargen direkt nach der Ernte in Trocknungsanlagen hergestellt. Durch zügige Trocknung wird die schnelle und natürliche Fermentation größtenteils verhindert.
Hierdurch bleiben viele Flavonoide (Pflanzenstoffe, u.a. Aspalathin und Antioxidantien (z.B. Vitamin A,C,E) erhalten.
Greenbos Tee ist natürlich ebenso wie der bereits bekannte Rooibos Tee koffeinfrei jedoch in Geschmack und Eigenschaften eher dem grünen Tee ähnlich. Der leichte und milde Geschmack des Greenbos Tees wurde von uns mit hochwertigen Aromen und Zutaten veredelt.

Für die Zubereitung klicken Sie bitte hier.
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Ayurveda Tee
Chai Tee
Earl Grey Tee
Entcoffeinierter Tee
Schwarzer Tee
Yogi Tee
Früchtetee
Gelber Tee
Jasmintee
Kräuter Tee
Rotbusch Tee
Grüner Tee
Weißer Tee
Aronia Direktsaft
Holy Smokes
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